Eine Projektgruppe hatte zusammen mit der Pfarrgruppe Undenheim die Idee, eine "Jugendkirche" im ländlichen Köngerheim zu organisieren und zu feiern. Mit der Instrumentalgruppe Hymnos, zu der Musiker aus Hahnhein und Weinolsheim gehören (Leitung von Matthias Wirth) und den Joysingers aus Dolgesheim unter Leitung von Loretta Urban-Gaedigk war schnell die passende musikalische Besetzung gefunden.
Kein Wunder, besteht die Pfarrgruppe doch bereits seit 1985: "Unsere Pfarrgruppe wurde 1985 aus den 'Pfarreien' Friesenheim, Undenheim und Weinolsheim mit ihren jeweiligen Filialdörfern gebildet. So besteht unsere Pfarrgruppe aus elf Gemeinden, die in zwei kommunale Verbandsgemeinden (Nierstein/Oppenheim und Guntersblum) reichen."
Am 06. Juni, einem Samstag, begann das "fiel de schbirit"-Event um 16:00 Uhr, als mehrere Workshops angeboten wurden. Unter den Stichworten Christ sein, Verantwortung für…, Philosophie junger Leute und "eigene Tiefe“ wurden kreative Möglichkeiten aufgezeigt, die von Filmarbeit über Leinwände und Spiele reichten.
Ab 17:00 Uhr erfolgte gleich anschliessend mit den Joysingers und der Gruppe Hymnos ein Aufwärmen in der Köngernheimer Kirche. Platz war dafür vorbereitet und alle Bänke nach aussen gestellt. Nicht, weil renoviert werden soll, sondern um Platz zu schaffen, für das, was da kommen sollte: Ab 18:00 Uhr der ökumenische Gottesdienst.
Inhaltlich hatten den Gottesdienst Pfarrerin Anne Waßmann und Gemeindereferent Rüdiger Torner gestaltet und zum Thema Gipfelstürmer vorbereitet. Junge Menschen mit Zielen suchen ihren Weg, wollen hoch hinaus. Und mit Steinen wurde symbolisch alle unnütze Last und Belastung, die auf dem Weg des Lebens eigentlich nur stören, abgelegt. Sich gegenseitig Hilfe sein und miteinander teilen wurde in einer kleinen Agapefeier deutlich.
Ganz ungewohnt war der Gottesdienstraum der katholischen Kirche gestaltet. Wo normalerweise Bänke in Reih und Glied stehen, waren Kartonhocker aufgestellt in einem Kreis um einen neuen "Altar". Einladend empfanden die Besucher das Feeling des Raumes und meinten, das könnte doch öfter so sein.
Aus den Reihen der Firmbewerber hatten einige zu Anfang des Jugendtages Projektgruppen zu den Themen "Philosophie der Jugend", "Verantwortung" und "Christ-sein" vorbereitet. Mitorganisatorin Petra Messer steuerte vom Infostand aus die Angebote. Nicole Estenfeld hatte den gerade im Umbau befindlichen Pfarrsaal in eine fantastische Entspannungslounge verwandelt. Im Spiel, auf Leinwänden und in einem Videoclip wurden die Ergebnisse der Projekte zu Anfang des Gottesdienstes präsentiert.
Auf der Grossleinwand in der Kirche wartete nach dem Abendessen, das die Mitglieder der KLJB-Gruppe unter der Verantwortung von Martin Held zubereiteten, ab ca. 21:30 Uhr ein wahres Kinoereignis auf die noch durchhaltenden Teilnehmer. Sven Jessen hatte mit dem neuen Medienpaket der KLJB ein scharfes Bild mit einer Fünf-Meter-Diagonale gezaubert.
Viele haben dazu beigetragen, dass dieser Jugendtag einen besonderen Eindruck hinterliess - auch Manfred Bechtel, der einen grossen Pavillon organisierte, so das Event in dieser Form erst möglich machte und das Einladungslogo "fiel de schbirit" war eine gute Überschrift für den Tag, der viele nachspürten.
Die bemalten Leinwände werden als ein sichtbares Ergebnis mit einem Kommentar in den einzelnen Kirchen ausgestellt werden, nicht nur um an dieses sehr gut aufgenommene Ereignis zu erinnern, sondern mit der Aufforderung, etwas derartiges öfter zu wiederholen.
Infos bei R. Torner Tel 06737-8830 oder
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