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Jugendkirche im Ev. Dekanat Offenbach empfohlen |
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Geschrieben von pierre roh
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Montag, 8. Juni 2009 |
Der Arbeitskreis Kinder- und Jugendarbeit empfiehlt die Einrichtung eines kirchlichen Ortes "Kinder- und Jugendkirche" an einem zentralen Standort, der durch die Bündelung von Kompetenzen die Fortführung und den Ausbau qualifizierter Ev. Kinder- und Jugendarbeit in Offenbach garantiert und während die Erwachsenen kontrovers diskutierten, forderten die Jugendlichen in Offenbach:"Vergesst uns nicht und redet mit uns". Denn schliesslich geht es nicht allein um einen Ort für die evangelische Jugend, sondern um die Zukunft der evangelischen Kirche in Offenbach.
Perspektiv-AG Kinder- u. Jugendarbeit im Ev. Dekanat Offenbach - Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse-
Ausgangssituation Im Evangelischen Dekanat Offenbach gibt es an vielen Orten Angebote im Bereich der Arbeit mit Kindern ebenso wie einige Orte mit einer langen Tradition in der Arbeit von und mit Jugendlichen.
An vielen Orten werden die Angebote für Kinder und Jugendliche von Ehrenamtlichen getragen, die allerdings dem tatsächlichen Bedarf nicht genüge leisten können und mit anderen Angeboten zu wenig vernetzt sind. Nur die drei Orte, an denen hauptamtliche MitarbeiterInnen etabliert sind, sind in der Lage, ein kontinuierliches Angebot zu gestalten und aufrecht zu erhalten und damit dem Bedarf annähernd gerecht zu werden.
Im Sollstellenplan für den gemeindepädagogischen Dienst sind jedoch Kürzungen an hauptamtlichen Stellen vorgesehen. Derartige Kürzungen können durch dezentrales ehrenamtliches Engagement nicht aufgefangen werden und die Kontinuität in der Kinder- und Jugendarbeit ist gefährdet.
Die personellen hauptamtlichen Grundbedingungen im Evangelischen Dekanat Offenbach entsprechen damit nicht den Minimalanforderungen, um langfristig eine qualifizierte Arbeit von und mit Kindern und Jugendlichen an vielen unterschiedlichen Standorten bzw. Gemeinden zu gewährleisten.
Empfehlung Der Arbeitskreis Kinder- und Jugendarbeit empfiehlt die Einrichtung eines kirchlichen Ortes "Kinder- und Jugendkirche" an einem zentralen Standort, der durch die Bündelung von Kompetenzen die Fortführung und den Ausbau qualifizierter Ev. Kinder- und Jugendarbeit in Offenbach garantiert. Diese zentrale Kinder- und Jugendkirche muss aus Sicht des Arbeitskreises von allen bisherigen Gemeinden getragen werden.
Der Arbeitskreis sieht darin die Möglichkeit, mit einem eigentlich zu kleinen Stab an Hauptamtlichen Jugendarbeit an einem zentralen Ort zu sichern und auch von dort aus ehrenamtlich getragene Arbeit mit Kindern an möglichst vielen Orten zu stärken. Die Grundideen hierzu sind 2003 in der Dekanatssynode vorgestellt und einstimmig beschlossen worden.
Die Kinder- und Jugendkirche bietet: - einen Ort mit zentralen Angeboten für die Arbeit von und mit Kindern und Jugendlichen im Evangelischen Offenbach - einen zentralen Ort, an dem Kinder und Jugendliche sich selbst, andere und Gott entdecken können - einen Ort, der gezielt für Veränderungen in jugendlichen Lebenswelten offen ist, auf sie reagieren kann und die Möglichkeit bietet, mit neuen Angeboten und Arbeitsformen zu experimentieren - einen Ort, an dem Kinder und Jugendliche sich mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten einbringen können (Partizipation und Teilhabe) - kontinuierliche Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche - die Möglichkeit der Begegnung mit Erwachsenen jeden Alters, z.B. durch generationsübergreifende Ansätze in Angeboten und Projekten - Vernetzung mit den dezentralen Angeboten von und mit Kindern und Jugendlichen an anderen Standorten im Evangelischen Offenbach - Fortbildung, Begleitung und Anlaufstelle für alle Ehrenamtlichen – auch und gerade der dezentral ehrenamtlich organisierten Gruppen und Initiativen - Entwicklung von Angeboten schulnaher bzw. schulbezogener Kinder- und Jugendarbeit.
Dazu braucht die Kinder- und Jugendkirche: - eine Pfarrstelle mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendarbeit, die keine reine Funktionspfarrstelle sein soll, sondern im Viertel durch einen Seelsorgebezirk verortet ist - die Geschäftsstelle der Ev. Jugend im Dekanat an diesem Ort - die Bündelung von hauptamtlichen gemeindepädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. - die Unterstützung und Akzeptanz durch die anderen Standorte der Gesamtgemeinde, indem sie z.B. die Angebote bewerben oder Aktivitäten an der Kinder- und Jugendkirche anbieten. - natürliche Schnittstellen zu Jugendlichen, z.B. Konfirmandenarbeit, Schulen. - eigene Konfirmandenarbeit: Neben der Vernetzung mit der Konfirmandenarbeit an den sog. Ortskirchen für bestimmte Projekte sollte auch die Kinder- und Jugendkirche – anders als im Impulspapier vorgeschlagen, die Möglichkeit haben, Jugendliche zu konfirmieren. - neben dem Gesamt-Kirchenvorstand eine eigene Leitungs- und Verantwortungsstruktur vor Ort sowie die enge Kooperation mit der Evangelischen Jugendvertretung in Dekanat (EJVD), die nach der Kinder- und Jugendordnung der EKHN die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Dekanat plant und koordiniert. Wir empfehlen diesen Ort an der bisherigen Paul Gerhardt-Gemeinde einzurichten!
Dafür sprechen: - funktionierende Strukturen von Kinder- und Jugendarbeit die bereits existierende und weiter im Ausbau befindliche Einrichtung als Ort für zentrale Angebote wie Dekanatskonfigottesdienste, Dekanatskinderkirchentage und Ferienspiele - die Unterstützung durch den bisherigen Kirchenvorstand und das Gemeindeumfeld, das eine Kinder- und Jugendkirche an diesem Standort mittragen würde - die gute räumliche Situation
Offenbach, im April 2009 (dieses Papier wurde in der Arbeitsgruppe bei einer Gegenstimme verabschiedet und am KV-Tag am 16.5. vorgestellt – J.O.) siehe hierzu → Protestaktion "Pro Jugendkirche"
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