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Möglichkeit einer Jugendkirche PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pierre roh   
Freitag, 29. Mai 2009
"Dorstfelder Kirche - wie kann sie erhalten werden?" Um diese Frage ging es im Gemeindehaus an der Wittener Straße in Dorstfeld. Vertreter der Elias-Gemeinde hatten zu einer Versammlung eingeladen, um mit den Gemeindegliedern über die Zukunft der evangelischen Kirche an der Hochstraße zu diskutieren. Dies sollte der erste Schritt des Entscheidungsprozesses sein und die Möglichkeit einer Jugendkirche wollen die Vertreter des Presbyteriums weiter verfolgen.

Die Leitung der evangelischen Elias-Gemeinde möchte mit den Dorstfeldern ins Gespräch kommen, um auch deren Ideen für eine Neunutzung des Gotteshauses kanalisieren zu können. "Wir sind offen für alle Ideen“, sagt Pfarrer Christian Höfener-Wolff über die Zukunft der Kirche. Ob Beratungsbüros oder Event-Fläche: Alles sei denkbar. "Niemand will die Kirche abreißen. Am liebsten wäre uns aber eine alternative Verwendung, bei der die Gemeinde die Kirche auch weiter nutzen kann."

Dennoch kann es sich die Gemeinde nicht mehr leisten, die drei Kirchen in Marten, Oespel-Kley und Dorstfeld zu finanzieren. Alle drei Kirchen (Marten, Oespel-Kley und Dorstfeld) seien finanziell nicht zu unterhalten, erklärten die beiden Pfarrer Dr. Thomas Weckener und Christian Höfener-Wolff sowie Kirchbaumeister Gert Steding. Der Standort Dorstfeld mit der 103 Jahre alten Kirche und dem Gemeindehaus sei im Vergleich zu den Bezirken Immanuel, Stephanus, Oberdorstfeld am teuersten. In diesem Haushaltsjahr gebe es eine Unterdeckung von 90 000 Euro.

Deshalb ist eine neue Nutzung geplant. "Wenn wir dieses Geld hätten, könnten wir beispielsweise einen Jugendmitarbeiter beschäftigen", meinte Kirchmeister Gert Steding. Die Möglichkeit einer Jugendkirche wollen die Vertreter des Presbyteriums weiter verfolgen. Am liebsten sei ihnen, wenn die Gemeinde auch weiterhin die Kirche nutzen könnte und ein Investor gefunden würde.

Auch einige Ideen sind schon vorhanden. Die kostbare Orgel könne etwa von Orchesterschülern, für Konzerte oder als Museumsstück genutzt werden. Die Vorschläge zur Nutzung der Kirche als Moschee oder Columbarium (Aufbewahrung von Urnen) sind umstritten, seien aber ohnehin aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Die Beratung zeigte: Die Entscheidung wird nicht leicht sein, aber eines halten die Mitglieder der Elias-Gemeinde fest: "Man muss die Menschen mitnehmen und ansprechen." Damit am Ende des Jahres eine Entscheidung getroffen werden kann, dienen als weitere Schritte ein Zukunftsarbeitskreis und der Kirchbautag Dortmund. Ziel sei es, in jedem der Bezirke der Elias-Gemeinde (Dorstfeld, Oespel-Kley und Marten) präsent zu bleiben.
 
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