In der Eucharistiefeier an einem Sonntagmorgen Ende März ertönte aus den Bänken ein lautes "Yes Lord"; die Jugendlichen sagten ja zu Gott und zu der Hoffnung, die er ihnen schenkt. Davon sprach auch der österreichische Pater Johannes Lechner in mehreren Impulsen. "Die Welt hat zur Zeit geistige Karies", sagte er, "aber ihr seid die Apostel der Hoffnung."
Mit seinen Worten brachte er das Gespräch auf die Angst vor der Zukunft, die unsere Gesellschaft immer öfter schwarz sehen lässt, und deutete gleichzeitig auf das Licht, das diese Finsternis erhellt. "Fürchtet euch nicht", fügte er hinzu und erklärte, dass ebendiese Aussage in der Bibel genau 365 Mal vorkommt, also einmal für jeden Tag des Jahres.
Verschiedene Teilnehmer erzählten zudem von der Unterstützung, die sie von Gott auf ihrem Weg erhalten haben. Spontane Interviews brachten immer wieder zum Ausdruck, was die Jugendlichen vom Treffen mit nach Hause nehmen. "Der lebendige Gott trägt uns, auch im Alltag", sagte Christine.

Dieses Vertrauen zeigten auch die vielen Gastfamilien, deren Türen sich ohne zu zögern für fremde Menschen öffneten. So durften einige Teilnehmer des Weltjugendtags ein weiches Bett und ein schmackhaftes Frühstück bei den Einwohnern von Grenchen geniessen.
Ein weiterer Meilenstein setzte der Film "The Human Experience", der seine
→ Deutschlandpremiere in der Jugendkirche Joel hatte. Die Vorführung in Grenchen war die Schweizer Premiere, zu der sogar der Produzent und die beiden Hauptdarsteller erschienen. In gefühlsbetonten Bildern erzählen zwei Brüder mit ihren Aufnahmen von dem starken Lebenswillen genau jener Menschen, die grosses Leid ertragen müssen.
Obdachlose in den Strassen von New York, die den täglichen Kampf fürs Leben nicht aufgeben, strahlende Kinder mit schweren körperlichen Behinderungen und optimistische Leprakranke zeugen von der unsterblichen Hoffnung, die in der Seele jedes Menschen verankert ist.