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Projekt Jugendkirche oder Internetportale |
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Geschrieben von pierre roh
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Donnerstag, 23. Oktober 2008 |
 Im Jubiläumsjahr der Kolpingsfamilie hat der ehemalige Präses Reinhart Fritz mit dem Vortrag "Jugend in der Kirche" im Fidelishaus Perspektiven der kirchliche Jugendarbeit aufgezeigt. Dabei ist vor allem wichtig, dass man überhaupt um die Bedürfnisse und Wünsche der Jugendlichen Bescheid weiss. "Wir dürfen die Jugendlichen nicht aus dem Blick verlieren. Das gilt für uns, aber auch für jeden anderen Verein", sagt Reinhart Fritz, der von 2001 bis 2004 Vikar in der Seelsorgeeinheit Sigmaringen sowie Präses der Kolpingsfamilie war.
"Sinkende Kinder- und sinkende Erstkommunionskinderzahlen - Zwischen Kirche und Jugend passt etwas nicht", stellt Reinhart Fritz fest und fügt hinzu: "Diese Entwicklung hat in den vergangenen 30 bis 40 Jahren begonnen. Wenn die Eltern schon kein Interesse an der Kirche haben, dann haben auch die Kinder kein Interesse."
Für eine kirchliche Jugendarbeit muss man natürlich erst ein Mal wissen, wie die jungen Leute "ticken", welche Werte ihnen wichtig sind, welche Sehnsüchte und Zukunftswünsche sie haben und was sie vom Leben und von der Kirche erwarten. Doch das ist nicht so einfach wie man denkt. Jugend ist schliesslich nicht gleich Jugend.
Es gibt junge Menschen, die bürgerliche oder traditionelle Werte pflegen. Es gibt aber auch Jugendliche, denen Konsum und materielle Dinge wichtig sind, und es gibt junge Menschen, die einfach ihren Spass haben wollen. Dass sich die bürgerlichen und traditionellen Jugendlichen eher in der Kirche engagieren ist nachvollziehbar, doch die Kirche möchte mit ihrer Jugendarbeit alle Jugendliche ansprechen und deshalb muss sie neue Wege gehen.
"Kommen die Jugendlichen nicht in die Kirche, sollte die Kirche zu den Jugendlichen kommen. Es braucht unterschiedliche Angebote für die unterschiedlichen Jugendlichen. Das umzusetzen ist nicht immer einfach, aber die Jugend ist die Kirche der Zukunft", sagt Reinhart Fritz. Beispiele für diesen Ansätze gibt es bereits wie das Projekt Jugendkirche oder Internetportale, die die Sprache der jungen Menschen sprechen. "Wir können es nicht allen Jugendlichen recht machen, aber vielleicht ein paar rechter", sagt Reinhart Fritz.
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