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Mitinitiator der Jugendkirche Segeberg wechselt |
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Geschrieben von pierre roh
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Montag, 5. Mai 2008 |
 Thorsten Dittrich hört auf. Der beliebte Pastor und Leiter des Evangelischen Bildungswerkes des Kirchenkreises Segeberg hat zum 1. Mai einen neuen Job angetreten. Als einziger Schülerpastor im Nordelbischen Jugendpfarramt arbeitet er jetzt in Plön und wird von dort aus christliche Jugendarbeit für junge Menschen in ganz Schleswig-Holstein und Hamburg organisieren. Als Vermittler zwischen Kirche und Schule will er Jugendlichen bei ihrem Weg ins Erwachsenenleben zur Seite stehen, aber auch Religionslehrer bei Fortbildungen beraten.
Die Gemeindpädagogin der Kirchengemeinde, Angelika Lietz, die für die Jugendarbeit zuständig ist und der Jugendpastor Thorsten Dittrich vom Kirchenkreisjugendwerk hatten bereits vor fünf Jahren die Idee der "Jugendkirche" in Bad Segeberg eingebracht. Beide erlebten Kirche und Gemeinde als stark von Erwachsenen geprägt: "Jugendliche sehen selten Verbindungen zu ihren eigenen Lebenswelten. Nach der Konfirmation reisst der Kontakt zu Kirche meist ab. Jugendliche setzen sich dann ihr eigenes Weltdeutungsmuster und ihre eigene Religion zusammen", gaben sie zu bedenken.  Ich habe mich dort wirklich wohl gefühlt und dort Dinge gelernt, dieThorsten Dittrich beschrieb die "Jugendkirche" als das zeitgemässe Experiment von Kirche, junge Menschen mit ihren eigenen Bedürfnissen ernst zu nehmen, besonders in religiöser und spiritueller Hinsicht. Die christliche Botschaft müsse sich daran messen lassen, wie verständlich sie für Menschen wird. Schliesslich sei die Bibel voll menschlicher Erfahrung. "Vertrauen, sich anvertrauen, selbst vertrauen, eigene Grenzen kennen lernen und sie überschreiten." sind Grundgefühle der Jugendlichen, die nach einer eigenen Identität suchen. Diese Gefühle spiegeln sich beispielsweise in den Psalmen wider, genauso wie im Vater Unser. Um es da an der Übersetzung und Vermittlung nicht hapern zu lassen, sei es wichtig die christliche Botschaft, konsequent von den Jugendlichen her zu denken. Die Kirchengemeinde Segeberg hat sich mit der "Jugendkirche" dazu entschieden, die Chance zu ergreifen. Mit Dittrich verliert der Kirchenkreis Segeberg seinen neben Propst Klaus Kasch bekanntesten Geistlichen. In den vergangenen zehn Jahren hat der jetzt 43-jährige Pastor seine Kirche kräftig modernisiert und ihre Attraktivität deutlich erhöht. So hat er 2003 als Jugendpastor des Kirchenkreises die Segeberger Erlöserkirche zur ersten Jugendkirche der Region gemacht. Seither wird das Gotteshaus regelmässig so umgestaltet, dass sich junge Leute dort wohlfühlen. Mit gutem Erfolg: Die Jugendarbeit im Kirchenkreis boomt derzeit so stark, dass jedes Jahr rund 140 neue Jugendgruppenleiter ausgebildet werden. "Dass wir es im provinziellen Segeberg hinbekommen haben, die erste Jugendkirche in Norddeutschland mit so viel Leben zu füllen, ist toll. Seit 2004 haben 8000 Jugendliche zwischen 14 und 18 daran teilgenommen - darauf bin ich stolz. Mein Zukunftstraum ist, dass es solche Jugendkirchen in allen Kreisen gibt und dabei sind Schüler eine ganz wichtige Zielgruppe", visioniert Dittrich.
Als Dittrich vor vier Jahren in das Amt des Bildungswerkleiters wechselte, hob er unter anderem die erste Ehrenamtsmesse im Kreis Segeberg mit aus der Taufe und gründete ein Freiwilligenforum. Dittrichs jüngstes Projekt ist der "Mobile Youth Club": Um auch jungen Leuten in den Dörfern Kattendorf, Sievershütten, Struvenhütten, Stuvenborn, Wakendorf II und Hüttblek spannende Freizeitaktivitäten zu bieten, liess er einen ehemaligen Blumenlastwagen zur mobilen Jugendkirche umbauen.
Dittrichs Nachfolge als Chefin des Bildungswerkes tritt Anke Exner an. Sie hat bisher die Evangelische Familien-Bildungsstätte in Bad Segeberg geleitet. |