 Weihbischof Friedrich Ostermann, der "effata" vor fünf Jahren mit auf den Weg gebracht hatte, würdigt das Bemühen der Jugendkirche, "das, was verkündigt wird, auch verstehbar zu machen". Die Jugendkirche biete ein Erfahrungsfeld, was die Verkündigung ergänze. Inhalt und Erlebnis müssen nicht immer auseinanderdividiert werden.
Gerade in den Jugendkirchen des Bistums kann man das spüren. Da geht die Post ab, und zwar doppelt. Da wird gefeiert und diskutiert, gesungen und gebetet, gelacht und geschwiegen. Party mit Sinn - und mit offenen Türen für alle.  "Jugendkirche ist ja auch Kirche", meint auch Kerstin Grevenbrock, die sich ehrenamtlich in der Jugendkirche engagiert. Da gebe es keinen Widerspruch zu anderen, vielleicht weniger erlebnisorientierten Konzepten von Kirche und Liturgie. Anfangs haben viele die Nase gerümpft über das Experiment, auf ungewöhnlichen Wegen Kirche mit Sprache, Stil und Ästhetik junger Leute zu verbinden. Doch inzwischen gelten die Jugendkirchen als Hoffnungsschimmer, als innovativste und spannendste Neuerung kirchlicher Jugendarbeit. Hat die Jugendkirche "effata" Nachahmer gefunden? Welche jugendkirchlichen Angebote existieren noch im Bistum Münster? Das Bistum Münster reicht von Wachtendonk bis Wadersloh, von Werne bis Wangerooge. Mehr als zwei Millionen Katholiken fühlen sich in dieser Diözese heimisch, auch wenn sie als Niederrheiner, Münsterländer oder Oldenburger regional geprägt sind - und ja, die Jugendkirche 'effata' hat im Bistum Münster Nachahmer gefunden: "Veni!" in Emmerich
Diakon Jan Kröger, der bis vor kurzem noch in Emmerich tätig war, wird am Pfingstsonntag, 11. Mai, in Münster zum Priester geweiht. Am selben Tag wird er in Emmerich seine erste Heilige Messe als Priester in Heilig-Geist feiern. Die Nachtprimiz findet um 24 Uhr im Rahmen der Jugendkirche "Veni" statt, die er vor drei Jahren mit aus der Taufe hob. Seit dieser Zeit ist "Veni" in der Heilig-Geist-Kirche Treffpunkt für Jugendliche aus Emmerich und Umgebung.
Zwei Hauptamtliche und etwa 30 Ehrenamtliche sorgen dafür, dass neben dem monatlichen Jugendgottesdienst auch noch Aktionswochen stattfinden können. So gibt es in jedem Jahr zwei Wochen mit Gebeten, Workshops und anderen Angeboten. Zusätzliche Veranstaltungen werden in der Oster- und Weihnachtszeit angeboten. "Die Teilnehmerzahlen schwanken von einigen wenigen Leuten bis zu 250 in den Aktionswochen", sagt Diakon Jan Kröger. Die Kosten der Einrichtung von etwa 5.000 bis 6.000 Euro werden hauptsächlich durch private und öffentliche Spenden gedeckt. In diesem Jahr gewann die Jugendkirche außerdem einen mit 1.250 Euro dotierten Jugendpreis. Mehr Informationen im Internet: www.jugendkirche-veni.com "Pray" in Ibbenbüren In der Jugendkirche "Pray" in Ibbenbüren gehört der erste Sonntag im Monat ganz den jungen Menschen. Eine Hauptamtliche kümmert sich um die Gestaltung der Jugendgottesdienste, die um 18 Uhr in der St.-Michael-Kirche stattfinden. Unterstützung bekommt sie dabei von einem Priester und acht ehrenamtlich tätigen Jugendlichen. Zwischen 70 und 80 junge Gläubige sind nach Angaben der Verantwortlichen bei den Messen dabei. Die Kosten für die Initiative werden durch eine Umlage auf die Ibbenbürener Gemeinden verteilt. Mehr Informationen im Internet: www.p-ray.de "Believe" in Bocholt Jeden ersten Sonntag im Monat können Jugendliche um 19 Uhr in der Jugendkirche "Believe" in Bocholt einen Jugendgottesdienst feiern. In den Räumen einer umgebauten, ehemaligen Kirche gibt es außerdem die Möglichkeit, mittwochs um 19 Uhr an einem Abendimpuls teilzunehmen und gleichzeitig die Liturgie der Jugendmessen zu planen und zu gestalten. Geleitet wird das Projekt seit 2004 von fünf Hauptamtlichen und zwölf Ehrenamtlichen. 140 bis 300 Jugendliche besuchen nach Auskunft von Teamsprecher André Bösing monatlich die Messen. Daneben gibt es in unregelmäßigen Abständen Aktionen wie Workshops oder Ausstellungen. Die finanziellen Aufwendungen werden durch Spenden und eine Umlage aus den Gemeinden des Dekanats aufgebracht. Mehr Informationen im Internet: www.jugendkirche-bocholt.de 
Kritiker meinen, dass den bestehenden Kirchen die Jugend durch die Jugendkirchen geraubt wird. Es ist tatsächlich so: Wenn es einer traditionellen Kirche nicht gelingt, den Freiraum für ihre Jugend zu schaffen, dann suchen sich die Jugendlichen einen anderen Weg. Das geht selten ohne Spannungen ab. Hier ist es wichtig, dass sich die verschiedenen Generationen verstehen lernen. Wir von → jukis.de und jugendkirchen.org wollen einen Beitrag zu diesem Dialog leisten!
Wir möchten hier Jungendkirchen und Gruppen die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren und auf JuKi-Aktionen aufmerksam machen (z.B. mit Hilfe des 'Bewegungsmelders' → www.jukis.org/bewegungsmelder). Wenn du eine lebendige church in deiner Nähe kennst, lass es uns wissen - wir wollen am Puls bleiben. Wir wollen dich hier informieren was in der frommen Gemeinschaft der Jugendkirchen, aber auch sonst so Nennenswertes passiert. |