Jugendkirche Aktuell Jugendkirchen Netzwerk
 

Jugendkirche in Aktion Hallo auf unserem 
gemeinnützigen Jugendkirche - Portal. Hier gibt es kostenlos ganz viele Infos zu seriösen Jugendkirchen und Jugendkirche ORTE im deutschsprachigen Raum (katholisch, evangelisch, ökumenisch nach ACK).  Durch Eure Hilfe können wir den Betrieb fortsetzen - Danke! Spenden-Konto 60000213 bei Sparkasse Baden-Baden BLZ 66250030, alte DM zusenden hilft auch (Büro Schlossstr.7, 76456 Kuppenheim.) Liebe Grüße vom gesamten Team. Willi (Schönauer) 

 
 
 

FROHE OSTERN: Euer Jugendkirche -Team PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pierre roh   
Sonntag, 23. März 2008

Für die Mehrzahl der Jugendlichen in Deutschland ist Ostern ein Familienfest: Von den 16- bis 29-Jährigen sagten dies 41 %. Nur 22 % dieser Altersgruppe sehen Ostern als religiöses Fest. Dass Ostern lediglich ein alter Brauch sei, glaubten 34 % der Jugend - 31 % der über 29-jährigen. ()

"Ich lebe und ihr sollt auch leben"

(Johannes, Kapitel 14, Vers 19).

Das Johannesevangelium hat die Erinnerung daran bewahrt, dass eine wichtige Erscheinung Jesu im Jüngerkreis an einem Sonntag stattfand (Johannes 20'26ff). Für die ersten Christen war es von tiefer Bedeutung, dass Gott den Gekreuzigten gerade am ersten Tag der jüdischen Woche auferweckt hatte.
 

"Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung -

das Alte ist vergangen, siehe, neues ist geworden" (2. Korinther 5'17).


Wie die Schöpfung an einem Sonntag begonnen wurde, so begann Gott jetzt die Neuschöpfung der Welt durch die Auferweckung Jesu von den Toten auch an einem Sonntag. Die ersten Christen hielten zwar weiterhin den Sabbat als Ruhetag ein. Aber schon sie machten die Nacht von Samstag auf Sonntag, die nach jüdischer Rechnung zum ersten Wochentag zählt, zur Gottesdienstzeit.

Dem Verfasser der Offenbarung des Johannes wurde seine erste Erleuchtung am "Herrentag" zuteil (Offenbarung 1'10). Das "Herrenmahl" (1. Korinther 11'20) hiess so, weil es der Herr eingesetzt hatte, der "Herrentag", weil an ihm der Herr auferstanden war. Die christlichen Gemeinden folgten diesem frühen Brauch. Paulus rief die Korinther auf, am ersten Wochentag ihre Kollekte für Jerusalem zusammenzulegen (1. Korinther 16'2), und auf seiner letzten Reise in die Heilige Stadt feierte er in Troas am Sonntag Gottesdienst (Apostel 20'7ff).

Ein Zeichen der erfüllten Verheissungen

Einblick in den Inhalt urchristlicher Gottesdienste gibt uns die Apostelgeschichte 2'42: Zu den Versammlungen der Jerusalemer Gläubigen gehörte die Lehre der Apostel, das mit einem Gemeinschaftsmahl verbundene Brotbrechen und reiche Gebete. Nach Paulus umschliesst die Feier des Herrenmahls Vergangenheit und Zukunft, indem man "den Tod des Herrn verkündigte, bis er kommt" (1. Korinther 11'25).

Leiden und Sterben Jesu wurden als Erfüllung der alttestamentarischen Verheissung proklamiert. Und wie Jesus selbst bei seinem letzten Mahl auf die Vollendung der Gottesherrschaft vorausgesehen hatte (Markus 14'25), so richtete sich jetzt alle Hoffnung auf seine sichtbare Wiederkunft. Deshalb gehörte zum urkirchlichen Herrenmahl der freudige und sehnsüchtige Ruf "Komm, Herr Jesus!". Paulus hat uns sogar überliefert, wie dieses Gebet im Mund der ersten Gemeinde in Jerusalem geklungen hat: Marana'tha! (1. Korinther 16'22). Dass ein am Kreuz Hingerichteter von frommen Juden als himmlischer Herr angerufen wurde, bedeutete eine religionsgeschichtliche Einmaligkeit.

Osterfest und messianische Hoffnung

Ein frühkirchliches Dokument kann uns weiteren Einblick geben, wie man in der Frühzeit im Sonntagsgottesdienst den Ostersieg feierte. Die Didache ist eine Schrift, die aus der syrischen Kirche des frühen 2. Jahrhunderts stammt. Einige ihrer Überlieferungen reichen in die Jerusalemer Gemeinde der ausgehenden apostolischen Zeit zurück.

Dazu gehören die Tischgebete, von denen eins mit den Worten beendet wird: "Du, allmächtiger Herrscher, hast alles erschaffen um deines Namens willen. Speise und Trank hast du den Menschen zum Genuss gegeben, damit sie dir danken. Uns aber hast du geistliche Speise und Trank gegeben und ewiges Leben durch Jesus, deinen Knecht. Vor allem danken wir dir, dass du mächtig bist. Dir sei Ehre in Ewigkeit. Gedenke, Herr, deiner Gemeinde, dass du sie von allem Bösen erlöst und sie in deiner Liebe vollendest. Und führe sie zusammen von den vier Winden, die dir geheiligt ist, in dein Reich, das du ihr bereitet hast. Denn dein ist die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Es komme die Gnade und es vergehe diese Welt! Hosianna dem Gott Davids!"

Hier verbindet sich christliche Osterfreude mit alttestamentlicher Hoffnung. Obwohl in gewisser Weise jeder Sonntagsgottesdienst ein Osterfest war, wurde auch der jährliche Termin nicht vergessen. So forderte Paulus die Korinther auf: "Christus ist als Passah für uns geschlachtet. Darum wollen wir weder im alten Sauerteig noch im Sauerteig der Schlechtigkeit und Bosheit feiern, sondern im ungesäuerten (Brot) der Lauterkeit und Wahrheit!" (1. Korinther 5'7-8).

Aus den letzten Sätzen des Briefes geht hervor, dass ihn der Apostel in der Osterzeit schrieb (1. Korinther 16'8). Auf seiner letzten Reise nach Jerusalem beeilte sich Paulus, die heilige Stadt noch zu Pfingsten zu erreichen (Apostelgeschichte 20'16). Beim Wochenfest wurden die Erstlingsfrüchte dargebracht. Die Kollekte des Apostels aus seinen missionierten Gemeinden stand stellvertretend für die Christen, die er als "Erstlinge" seiner Ernte auf dem Missionsfeld in Kleinasien und Griechenland einbrachte.

Das liturgische Jahr ist stark im jüdischen Glauben verwurzelt

Wie sehr das liturgische Jahr der Christenheit seine Wurzeln im jüdischen Glauben hat, zeigt sich auch daran, dass man sogar dessen Kalenderprobleme übernahm. Wie beim Passah im Judentum gab es in der Christenheit zwei Berechnungen des Osterfestes. Vor allem die Gemeinden Kleinasiens feierten immer am jüdischen Datum des 14./15. Nisan und riskierten damit, dass Ostern auf andere Wochentage als Sonntag fiel.

In Rom und im Westen beging man Ostern in der Nacht auf den Sonntag, der dem jüdischen Passah folgt. Noch am Ende des 2. Jahrhunderts wies Irenäus von Lyon den Versuch des damaligen Bischofs von Rom zurück, der einen einheitlichen Ostertermin erzwingen wollte. Dabei feierte Irenäus selbst zusammen mit den Christengemeinden in Gallien und Germanien nach dem römischen Kalender.

Seit Jahrzehnten gibt es Pläne der Weltkirchen, die unterschiedlichen Ostertermine zu harmonisieren. Orthodoxie, Katholizismus und Protestantismus - die drei grossen Konfessionsfamilien - sollten wenigstens in diesem Punkt Einigkeit untereinander erreichen, hiess es. Alle Anstrengungen blieben allerdings bisher ohne Erfolg. Zurzeit rechnet kaum jemand damit, dass orthodoxe und protestantische Kirchenleitungen und der Vatikan kurzfristig eine Lösung im "Osterstreit" finden. Heute gibt es in der westlichen und östlichen Christenheit immer noch unterschiedliche Osterdaten.

Ein simultanes Osterfest wird in nächster Zukunft dessen ungeachtet stattfinden. Einer orthodoxen Tabelle zufolge fallen das orthodoxe und westliche Osterfest in den Jahren 2010, 2011, 2014 und 2017 auf den selben Termin.
 
 
< zurück   weiter >



 

powered by mambo open source

 
Buchtipp aktuell

 

Stühle


Sponsored by:
Fa. Sage Software

Fa. Adobe Systems GmbH

L-Bank Karlsruhe

Aktion Mensch

Fa. Brockhaus AG

Fa Pinnacle



Was um Himmels Willen sind Jukis?


Empfehlung:

surfmusik
Webradios, z.B. J-Star-Radio (christlicher Pop)


 
Hauptmenü
Jugendkirche AKTUELL
Jugendkirche ORTE
Jugendkirche KONZEPTE
Archiv
News & Infos
Dokumente
Jobs in den Jukis
Gästebuch
Projekte
ÜBER UNS
Kontakt
Impressum
Sitemap
WebLinks
Wegebeschreibung

Anmeldung





Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
Suchen
Newsfeeds
Zu den Favoriten
 
 






Webdesign Frankfurt