Jugendkirche Aktuell Jugendkirchen Netzwerk
 
 

Religionsmonitor bestärkt Jugendkirche PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pierre roh   
Montag, 17. Dezember 2007
 
Die Bertelsmann Stiftung hat für ihren "Religionsmonitor" die bislang detaillierteste weltweite repräsentative Erhebung zu diesem Thema vorgenommen und stellt "keine anhaltende Säkularisierung breiter Bevölkerungsschichten" fest. Sie wird morgen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
 
Religion hat für das Leben der Bundesbürger nach der Studie eine höhere Bedeutung als angenommen. Vielfältig und differenziert ist nach den Erkenntnissen dieser Erhebung zum Beispiel auch das Gottesbild der Deutschen. Bei dem Gedanken an Gott herrscht bei der Mehrheit der Durchschnittsbürger offensichtlich das Bild eines liebenden, gütigen Wesens vor.

Am häufigsten verbinden die Gläubigen mit Gott Gefühle der Dankbarkeit, der Hoffnung, Freude und Liebe. Es folgen Attribute wie Geborgenheit, Hilfe, Ehrfurcht und Gerechtigkeit. Deutlich weniger verspüren bei dem Gedanken an Gott Verzweiflung, Angst oder das Gefühl der Befreiung von Schuld. Und noch weniger verbinden mit ihm Zorn oder die Befreiung von einer bösen Macht

Danach gehören in Deutschland über 70 % der Bevölkerung einer der zahlreichen Religionsgemeinschaften an. Anhand der Erhebung können ebenfalls etwa 70 % der Bevölkerung anhand ihrer Aussagen als religiös eingestuft werden.

Unter den Kirchenmitgliedern steigt dieser Anteil auf 79 bis 84 %. Gleichzeitig aber ist unter den Mitgliedern der beiden grossen christlichen Kirchen jeder sechste nicht religiös und jeder fünfte Deutsche ist danach sogar tiefreligiös: Er besucht regelmässig Gottesdienste, betet häufig und beschäftigt sich intensiv mit religiösen Fragen.

Die gläubigen Deutschen sind mehrheitlich auch nicht nur "Sonntagschristen". Ihre Einstellung hat eine hohe Alltagsrelevanz. Den grössten Einfluss hat ihr Glauben vor allem beim Umgang mit einschneidenden Lebensereignissen wie Geburt, Hochzeit oder Tod, und für die Forscher überraschenderweise auch beim Umgang mit der Natur. Hier beschreiben 65 % der Religiösen einen klaren oder sogar sehr starken Einfluss ihres Glaubens. Deutlich weniger Einfluss hat er dagegen auf die Gestaltung der Freizeit und Arbeitswelt, ihre politischen Überzeugungen und am wenigsten auf den Bereich der Sexualität.

Besonders viele tiefreligiöse Menschen gibt es unter den Katholiken, wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf die Studie schreibt. Mit 27 % sind es dort fast doppelt so viele wie in der evangelischen Kirche. Jeweils rund 30 % der Bundesbürger sind römisch-katholisch oder evangelisch. Drittstärkste Religion in Deutschland ist der Islam.

Ihm gehören etwa vier % der Bevölkerung an. Der Anteil der Juden liegt bei 0,2 %. Etwa 29 % der Deutschen gehören keiner Religionsgemeinschaft an - weltweit liegt der durchschnittliche Anteil der Nichtreligiösen an der Bevölkerung eines Landes nur bei 16,5 %.

Was Ost- und Westdeutschland betrifft, erklärten 68 % der Ostdeutschen, nicht Mitglied einer Religionsgemeinschaft zu sein. Im Westen sind dies nur 15 %. Die Vermutung, das DDR-Regime habe im Osten die Religiosität besonders stark verringert, bestätigte sich jedoch nicht: 44 % der dort Befragten gaben an, sehr oft, oft oder gelegentlich über religiöse Themen nachzudenken.

Religiosität darf dabei nicht mit Kirchlichkeit verwechselt werden. Jedes sechste Kirchenmitglied könne im Alltag als nicht religiös eingestuft werden, schreiben die Forscher der "Welt am Sonntag" zufolge. 22 % der Bundesbürger gaben bei der Befragung zudem an, sich für ihren Glauben von verschiedenen religiösen Traditionen inspirieren zu lassen.

Auch mit Blick auf die Generationen widerlegt die Studie dem Bericht zufolge einige Klischees. So kann von einer gottlosen Jugend nicht die Rede sein. Zwar sind Glaube und Religion für die Generation der 18- bis 29-Jährigen weniger wichtig als für Ältere. Doch nur jeder Dritte von ihnen ist nicht religiös. Mehr als die Hälfte ist als religiös einzustufen; 14 % sogar als besonders religiös. Fast jeder Zweite (43 %) besucht regelmässig oder zumindest mehrmals pro Jahr einen Gottesdienst.

Gleichzeitig findet sich in dieser Gruppe das grösste Mass an Zustimmung bei Fragen, ob sie an Gott, ein Leben nach dem Tod, die Unsterblichkeit der Seele oder eine Wiedergeburt glauben. Diese hohen Zustimmungswerte werden in keiner anderen Altersgruppe festgestellt. Und auch am öffentlichen religiösen Leben nimmt die Jugend vergleichsweise nicht weniger Anteil als die Älteren. 14 % der 18 bis 29-Jährigen sehen den regelmässigen Gottesdienstbesuch als wichtig an und sind damit dort sogar häufiger vertreten als ihre Eltern.
 
 
< zurück   weiter >



 

powered by mambo open source

 
Buchtipp aktuell

 

Stühle



Empfehlung:

surfmusik
Webradios, z.B. J-Star-Radio (christlicher Pop)


 
Hauptmenü
Jugendkirche AKTUELL
Jugendkirche ORTE
Jugendkirche KONZEPTE
Archiv
News & Infos
Dokumente
Jobs in den Jukis
Gästebuch
Projekte
ÜBER UNS
Kontakt
Impressum
Sitemap
WebLinks
Wegebeschreibung

Anmeldung





Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
Suchen
Zu den Favoriten
 
 






Webdesign Frankfurt