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Jugendkirche bedeutet Jugend eine Plattform geben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pierre roh   
Montag, 5. November 2007

Ökumenisches Hainich-Klinikum
 
Jungen Menschen Möglichkeiten zu geben, sich mit ihren Ideen in das Leben der christlichen Gemeinden einzubringen, dafür hat sich der Kreiskirchenrat im thüringischen Pfaffenrode stark gemacht. Mit dem Projekt "Jugendkirche", so Superintendent Andreas Piontek auf der Herbstsynode des Kirchenkreises Mühlhausen, sollen die Jugendlichen eine Plattform haben, ihre Art Gemeinschaft zu gestalten.

Die Zeiten christlicher Dominanz sind vorbei. Jugendliche wachsen in der Regel nicht mehr in einem konfessionell geprägten Umfeld auf, sondern sind unterschiedlichsten kulturellen und religiösen Strömungen ausgesetzt. Religiöse Bildung geschieht in kirchlicher und freier Trägerschaft in vielfältiger Weise. Sie findet bedingt in der Schule statt, genauso wie in Kirchengemeinden oder freien Vereinen. Das ermöglicht differenzierte Orientierungen, schafft aber auch Probleme in der Arbeit an der eigenen Identität.

Viele Familien sind heutzutage mit der Weitergabe von sittlichen sowie moralisch-ethischen Überzeugungen und der Einübung von Werten überfordert. Zunehmend mehr Menschen haben kein religiöses Bekenntnis und viele Schüler melden sich vom Religionsunterricht ab. Die Versuchungen einer Freistunde sind enorm.

Superintendent Andreas PiontekDer Religionsunterricht in der Schule, sein Bildungsziel, seine Struktur und seine Inhalte sind nicht unumstritten. Immer mehr Jugendliche werden in ihrer schulischen Laufbahn nie mit religiösen und ethischen Fragen vertraut gemacht, diskutieren nie christliche Lebensfragen, die unser soziales Zusammensein seit Jahrhunderten prägt.

Daneben zeigt sich, dass viele Jugendliche im Kontext moderner Religiosität die Kirchen nur schwerlich als einen für sie relevanten Ort wahrnehmen können. Viele Jugendliche erleben Kirchengemeinden und ihre Angebote als wenig jugendgemäss. Ein Verständnis für jugendspezifische Formen der Religiosität wird oft vermisst. Kirche wird dann als "langweilig und missverständlich" erlebt. All das erschüttert den Wahlspruch von  Andreas Piontek nicht: "Meine Arbeit ist für mich wie ein buntes farbenfrohes Glasfenster, vielfältig und spannend. Mein Motto ist Psalm 31,9: 'Du stellst meine Füße auf weiten Raum.' "

Und es gibt Perspektiven, denn die Jugend habe andererseits mit Teeny-Gottesdiensten und dem dritten Kreisjugendtag gezeigt, dass mit ihr zu rechnen sei, so Piontek im Ärztekasino des ökumenischen Hainich-Klinikums. Die Synodalen befürworteten die Einrichtung einer auf drei Jahre befristete (halbe) Stelle ab neuem Jahr. Ausserhalb des Stellenplans kann ab Dezember Sabine Münchow auf Gut Beinrode (Johanniter) ihre gemeindepädagogische Arbeit aufnehmen (auf drei Jahre befristet).
 
 
Kontakt:
 
Superintendent Andreas Piontek
Bei der Marienkirche 9
99974 Mühlhausen

Telefon: 0 36 01 / 81 29 01
Telefax: 0 36 01 / 81 69 44
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