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Der 'Leuchtturm' der Jugendkirche Wien PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pierre roh   
Samstag, 8. September 2007

 
Jugendkirche Wien setzt am Stephansdom ein Leuchtsignal anlässlich des Papstbesuches: Von gestern Abend 21.oo Uhr bis Sonntag, 9. September 01.oo Uhr wird der in Stein unvollendete Nordturm von St. Stephan mit Lichttechnik vollendet. Umgesetzt und initiiert wird diese Initiative von der Jugendkirche Wien. Zu sehen in der Zeit von 21 Uhr bis 1 Uhr früh. Anlass ist der 3-tägige Papstbesuch in Österreich. Heute verweilt der Pontifex auf seiner 'Pilgerreise' bei nasskaltem Wetter in Mariazell. Über 70 Bischöfe aus ganz Europa sind bei dieser Feier anwesend.

Jugendkirche zeigt: Kirche braucht immer neue Impulse

"Es braucht immer wieder neue Impulse, damit die Kirche durch die Zeiten ihre Botschaft von Christus, dem Auferstandenen hinaustragen kann," so Florian Unterberger von der Jugendkirche Wien.

"Wir wollen anlässlich des Besuches von Papst Benedikt XVI. ein weithin sichtbares Zeichen setzen, dass junge Menschen Orientierungshilfe suchen, bereit sind um Werte zu ringen und für sie einzutreten!", so Gerhard Rehor, Obmann des Kuratoriums zur Förderung der Jugendkirche in dem VerantwortungsträgerInnen aus Kirche und Wirtschaft das Engagement der Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterstützen. "Wirtschaft mit Verantwortung, denkt auch an die Jugend, ihre Sehnsüchte und Hoffnungen - das ist eine wesentliche Motivation, dass wir uns für die Jugendkirche Wien einsetzen!"

Florian Unterberger von der Jugendkirche Wien: "Der 'Nordturm aus Licht' verändert das gewohnte Bild des Doms, stellt festgefahrene und eingeübte Sichtweisen in Frage - auch Sichtweisen der Menschen dieses Landes über 'die Kirche'!" Und für Gerhard Rehor ist er "ein Zeichen dafür, dass Jugendliche bereit sind, in der Kirche Verantwortung zu übernehmen und sie (neu) zu gestalten."


Jugendkirche Wien - ein Erfolgsprojekt der Katholischen Jugend


Die Technik der Lichtinstallation hat auch einen Bezug zu den erfolgreichen Ansätzen der Jugendkirche Wien, das Suchen junger Menschen nach Antworten auf ihre spirituellen Fragen mit Event-Regie" (neue Lieder, Lichttechnik und Videotechnik); bei ihrer Suche nach Orientierung, in ihrer Auseinandersetzung mit Werten, in ihrem Bemühen auch Antworten auf existenzielle Fragen zu finden zu unterstützen - das ist das Ziel der Jugendkirche in Wien.
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Ausgehend von der Kirche St. Florian in Wien-Wieden wird hier ergänzend und eigenständig neben dem Angebot der Jugendarbeit in den Pfarreien der Erzdiözese Wien soziales, spirituelles, kreatives und kommunikatives Potenzial junger Menschen gefördert, gefordert und entwickelt.


2. Tag des Papstbesuchs: Mariazell


Auf dem Weg nach MariazellSchlechtwetter hat heute früh verhindert, dass Papst Benedikt XVI. mit dem Hubschrauber nach Mariazell fliegt - aus Sicherheitsgründen hiess es von der Bischofskonferenz.Der Heilige Vater fährt daher mit dem Auto in den obersteirischen Marienwallfahrtsort, wo sich 33.000 Menschen für die Feier mit dem Papst angemeldet haben. Witterungsbedingt befürchtete Probleme wie Sperren und Umleitungen sind nicht eingetreten, alle Zufahrtsstrassen waren frei befahrbar. Der Hubschrauber des Papstes hätte um 08.15 Uhr am Wiener Heldenplatz starten sollen.

Die Strassen sind frei, Pilgerbusse reisen seit 06.00 Uhr früh wie geplant an. Dass der Heilige Vater nun mit dem Auto kommt, ist für die Polizei kein Problem: "Das Fahrzeug als Alternative bei Schwierigkeiten war sowieso vorgesehen. Wir sind für alles gerüstet", so die Auskunft. Die Einsatzkräfte am Heldenplatz reagierten auf die Planänderung ebenfalls gelassen: "Wir sind ja sowieso freiwillig da, uns ist es egal, wo wir stehen", sagte eine Samariterin zur APA. Auch Polizei und die Feuerwehrleute des Bundesheeres genossen die unerwartete Ruhe.


Anlass der Reise des Papstes war ein 850-Jahr-Jubiläum


In seiner Predigt auf dem Platz vor der Basilika warnte der Papst vor dem Verlust der Wahrheit. Hier sieht er den "Kern der Krise des Westens, Europas". "Wenn es Wahrheit für den Menschen nicht gibt, dann kann er auch nicht letztlich Gut und Böse unterscheiden".
Der Papst stellte auch klar, dass der Blick auf das Kind Jesus, wie es die Gnadenstatue von Mariazell zeige, auch an alle Kinder dieser Welt erinnere: "An die Kinder, die in der Armut leben, als Soldaten missbraucht werden, die nie die Liebe der Eltern erfahren durften, an die kranken und leidenden, aber auch an die fröhlichen und gesunden Kinder." Der Papst wörtlich: "Europa ist arm an Kindern geworden: Wir brauchen alles für uns selber, und wir trauen wohl der Zukunft nicht recht."

Der Papst rief auch dazu auf, mit Christus und der Kirche die "Zehn Gebote" neu zu lesen: Diese Geboten seien ein "Ja zu Gott", ein "Ja zur Familie, ein Ja zum Leben, ein Ja zu verantwortungsbewusster Liebe, ein Ja zur Solidarität, sozialen Verantwortung und Gerechtigkeit, ein Ja zur Wahrheit und ein Ja zur Achtung anderer Menschen und dessen, was ihnen gehört". Dieses "vielseitige Ja" sei "Wegweisung in unsere Welt hinein", so Benedikt XVI.

Bereits gestern wurde in seiner Ansprache diese Problematik hingewiesen: Vor allem aber gehe es darum, dass die "europäischen Länder wieder kinderfreundlicher werden". Wörtlich sagte Benedikt XVI.: "Ermutigen Sie die jungen Menschen, die mit der Heirat eine neue Familie gründen, Mütter und Väter zu werden". Die Kirche bestärke die österreichische Regierung nachdrücklich in deren Bemühungen, "Umstände zu fördern, die es jungen Paaren ermöglichen, Kinder aufzuziehen". Entscheidend sei aber, in den europäischen Ländern wieder ein "Klima der Freude und der Lebenszuversicht" zu schaffen, in dem Kinder nicht als "Last, sondern als Geschenk" erlebt werden.

Tobias Wörner von der Jugendkirche Wien äusserte sich in einer Sendung der Tagesthemen 2005 dahingehend: "Ich finde, dass jedes menschliche Leben, was entsteht, von Gott gemacht ist und deswegen glaube ich, dass Gott auch mit dem Menschen einen Plan hat."

Papst auf dem Weg zur Basilika
Am Nachmittag steht noch eine Marianische Vesper mit Priestern und Ordensleuten auf dem Programm. Danach kehrt er wieder nach Wien zurück. In dem Gotteshaus wird eine hoch verehrte Marienstatue aufbewahrt, die jährlich etwa eine Million Pilger anzieht.

Am Sonntag wird der Papst einen Gottesdienst im Stephansdom feiern, am Stephansplatz den Angelus beten, das Stift Heiligenkreuz besuchen, um  die Einweihung der nach ihm benannten Philosophisch-Theologischen Hochschule im Kloster Heiligenkreuz vorzunehmen, eine Ausbildungsstätte für angehende Priester - dann im Wiener Konzerthaus mit freiwilligen Helfern im caritativen Bereich zusammentreffen, und am Abend wieder nach Rom zurückfliegen.


Ergänzend zum Thema:

http://www.jukis.org/JuKi lässt Lichtturm erstrahlen
 
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