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Jugendkirche weist auf Franziskanische Fachtagung 2007 hin PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pierre roh   
Sonntag, 19. August 2007
Ästhetischer Akt als missionarisches Handeln in der Jugendpastoral

Das Lebenswerk der beiden Heiligen Clara und Franziskus von Assisi steht im Mittelpunkt einer ungewöhnlichen musikalisch-tänzerischen Inszenierung, die Mitte des Jahres in der Oberhausener Jugendkirche (JuKi) TABGHA sowie im Jugendhaus St. Altfrid in Essen-Kettwig und in der JuKi SaM in Berlin zur Aufführung gekommen ist. Zu Gast war das Musik-Tanztheater "clara.francesco", eine Gemeinschaft von Künstlern, die auf Initiative der Missionszentrale der Franziskaner seit dem Kölner Weltjugendtag 2005 durch Deutschland und Europa tourt. Die Tournee-Premiere erfolgte übrigens in der Frankfurter JuKi JONA (siehe auch: Des öfteren 'Klara und Franziskus' in der Jugendkircheclick).
 
Ziel des Projektes ist es, die berühmten Heiligen aus dem Mittelalter in ihrer aktuellen Bedeutung für die heutige Zeit neu zu entdecken. Text, Musik und Ausdruckstanz ziehen dazu die Zuschauer in ihren Bann. Der Reformer, Friedensprediger und Dichter Franziskus von Assisi und die Gründerin des Klarissenordens Klara sind zwei charismatische Perönlichkeiten aus der Geschichte, die im Mittelalter für einen geistigen Neuaufbruch standen. Diesen Umbruch, der zu einer religiösen Erneuerung führte, ja führen musste, drückt die Künstlergruppe "clara.francesco" in ihrer Inszenierung aus.

Das Stück will Mut machen, uns den Aufgaben unserer Zeit in Hoffnung und Glaubensfreude zu stellen und es will uns mit unserer gemeinsamen Wurzel in Berührung bringen, mit Gott. Der Abschluss der Tournee wird ein Auftritt im Rahmen der dritten ökumenischen Versammlung im rumänischen Sibii im September sein.

clara.francesco ist ein besonderes Projekt der Franziskanerlnnen in Deutschland. Das MusikTanzTheater hat die aktuelle pastoraltheologische Diskussion um die Orientierung am Event, an der Emotionalität/Biographie und der Ästhetik in einem Projekt aufgenommen. Es will damit den Zugang von Jugendlichen zu religiösen Themen ernst nehmen.

Aufgrund des Pilotcharakters wurde es von der Katholischen Fachhochschule Freiburg unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Ebertz unter religions-pädagogischen Gesichtspunkten bewertet. In einer Befragung eines jugendpastoralen Projektes sind dabei vor allem die Milieuindikatoren von nicht unerheblicher Bedeutung.

Ob durch das MusikTanzTheater tatsächlich neue oder andere Zielgruppen angesprochen wurden, werden die Ergebnisse der Auswertungen zeigen, die auf der Fachtagung erstmals öffentlich vorgestellt werden. Sie bilden die Grundlage für ein Gespräch über Perspektiven jugendpastoralen Handelns angesichts der Eventisierung, Biographisierung und Ästhetisierung. Jeder der Referenten wird aus seinem Fachgebiet Fragen mitbringen, die hoffentlich zu befriedigenden Antworten führen.

Referenten:

Prof. Dr. Michael Ebertz,

Religionssoziologe, KFH Freiburg:

Gilt der Trend der Eventisierung und Ästhetisierung als Weg der Vermittlung von konkreten Inhalten? Welche Milieus erreicht ein solcher Vermittlungsversuch? Erreichen solche Events noch andere Menschen als die herkömmliche (jugend)-Pastoral? Erreichen sie darüber hinaus eine persönliche und inhaltliche Nachhaltigkeit?

Prof. Dr. Magntis Striet,

Fundamentaltheologe, Uni Freiburg:

Wie können Inhalte ästhetisch vermittelt werden? Welche Voraussetzungen sind mit gedacht? Welches Gottesbild vermitteln Events? Wie steht ein inhaltlicher Anspruch gegenüber der Wirklichkeit der Menschen? Welche Zugänge zur Hoffnung werden durch Events erschlossen?

Prof. Dr. Udo Schmälzle OFM,

Postorattheologe, Uni Münster.

Wie ist missionarisches Handeln im (jugend)pastoralen Kontext einer postmodernen Gesellschaft möglich? Wie stehen Events und pastorale Wirklichkeit zueinander verhindern sie die Bildung nachhaltiger sozialer Strukturen? Welche Konsequenzen aus den Ergebnissen können für eigenes pastorales Handeln gezogen werden?

Moderation:

Wolfgang Max Burggraf - Dr. Gunda Werner - Bernward Bickmann

3. Franziskanischen Fachtagung: Ästhetischer Akt
 
als missionarisches Handeln in der Jugendpastoral

vom 9. bis 11. November 2007

 
in Kooperation mit und unter Beteiligung von:

Katholische Fachhochschule Freiburg; Prof. Dr. Michael Ebertz, Prof. Dr. Magnus Striet; Prof. Dr. Udo Schmälzte; Jugendhaus St. Altfrid

in der Jugendbildungsstätte St. Altfrid, Essen.

Eine Anmeldung ist ausschließlich mit einer Rückmeldekarte möglich, die bei folgender Anschrift zu erhalten ist:

Missionszentrale der Franziskaner e.V.
Albertus-Magnus-Str.39, D-53177 Bonn
Postfach 20 09 53, D-53139 Bonn
Tel.: 0228 / 9 53 54-0, Fax: 0228 / 9 53 54-40
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Stichwort "Fachtagung 2007".

Weitere Informationen bekommen sie unter:
 
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