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Die Jugendkirche Soest geht an den Start PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pierre roh   
Samstag, 18. August 2007
Dombauhütte SoestAm Samstag, 13. Oktober, ist die offzielle Eröffnung.

Geldprobleme als Möglichkeit: Anstoss für den Umbau der Jugendarbeit im Kirchenkreis Soest ist akuter Geldmangel. Die Evangelische Kirche muss ihre Personalkosten herunterfahren. Folge für die hauptamtlichen Mitarbeiter, die nach dem Rotstift-Kurs noch übrig bleiben: Sie hätten pro Person viel mehr Gemeinden zu betreuen gehabt als vorher.
"Das wäre unmöglich gewesen", ist sich Jugendreferent Friedrich Kasten bewusst. "Wenn wir uns schon beschränken müssen, sollten wir überlegen, wie wir die neue Lage innovativ nutzen können", beschreibt er die ersten Überlegungen, die schliesslich in der Idee der Jugendkirche mündeten.

Die Jugendkirche bündelt nämlich die Jugendarbeit der einzelnen Kirchengemeinden. Sie will ein Anlaufpunkt für ehrenamtliche Mitarbeiter und an Kirche interessierte junge Leute ab 14 sein. Ziel sei es, "ein geistiges Zentrum" für Jugendliche aufzubauen, erläutert Kasten.

Den Ort dafür richten Kasten und seine Kollegin Petra Englert in diesen Tagen mit tatkräftiger Hilfe von vielen Ehrenamtlichen her. In den ehemaligen Räumen der Dombauhütte hinter dem Wiese-Gemeindehaus wird die Jugendkirche ihr Domizil haben. Neben den Räumen, die schon bisher von der Wiese-Gemeinde für Jugendarbeit genutzt wurden, kommt ein weiterer hinzu. Hier hatte die Dombauhütte bisher Material gelagert.

In dem Gebäude haben Englert und Kasten in Zukunft auch ihr Büro. In dem Haus finden zudem Mitarbeiterkurse statt. Hier sollen Jugendgottesdienste vorbereitet werden und auf Dauer regelmässige Angebote für Jugendliche auf dem Programm stehen.

Von dem Plan, ein Schülercafé einzurichten, mussten sich Englert und Kasten aber erstmal verabschieden. Bei einem Jahresbudet von 30 000 Euro ist dafür kein Geld übrig. "Die Idee ist aber noch da", betont Kasten. Kirchliche Jugendarbeit soll nämlich stärken mit den Schulen vernetzt werden.

Ausser in Soest wird es auch in Lippstadt und Werl Jugendkirchen geben. Zwar hatte die Synode mit grosser Mehrheit für den Umbau der Jugendarbeit gestimmt, in einzelnen Gemeinden gab und gibt es aber grosse Vorbehalte. Man fürchtet, dass sich die Jugendlichen zu sehr von der eigenen Gemeinde entfernen.

Bis 2010 ist das Projekt vorerst finanziell abgesichert, und die Jugendkirche kann zeigen, wo ihre Stärken liegen. "Ich erwarte mir von der Jugendkirche, dass ich neue Leute kennen lernen kann und Jugendliche einen Anlaufpunkt haben", erhofft sich eine jugendliche Kirchgängerin aus Soest.
 
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