Die Tagungsorte sind jeweils im deutschsprachigen Ausland, z.B. in der Schweiz oder in Österreich; auch die anderen deutschsprachigen Gebiete, z. B. Südtirol oder Elsaß sollen in den nächsten Jahren wieder berücksichtigt werden.
Du gibst meinen Schritten weiten Raum.
Mit der Auflösung vieler traditioneller Glaubens- und Frömmigkeitsformen in postmodernen Gesellschaften wächst das Bedürfnis Heranwachsender nach einer Spiritualität, die den heutigen Erfahrungswelten gerecht wird. Wie lässt sich Glauben und Leben miteinander verbinden, so dass der Geist Gottes den Alltag durchdringt und unseren "Schritten weiten Raum gibt"?
Nicht zufällig ist ein bunter Markt entstanden, dessen Angebote mit Anleihen aus unterschiedlichsten Religionen und Lebensweisheiten dieses Bedürfnis oft in problematischer Weise zu bedienen sucht. Theologie und Religionspädagogik sind gefordert, sensibel wahrzunehmen, kritisch zu unterscheiden und Wege zu einer zeitgemässen christlichen Spiritualität zu weisen.
Dazu will die diesjährige Jahrestagung beitragen.
Es sollen bei der diesjährigen 'Internationalen Religionspädagogischen Jahrestagung' vom 23. bis 26. September 2007 im buchstäblichen Sinne auf Wege und zu Orten grosser geistlicher Traditionen mitnehmen geführt und gefragt werden, wie dieser spirituelle Reichtum ein persönliches und gemeinschaftliches Leben unter den heutigen gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen inspirieren kann.
In grundsätzlicher Weise soll die theologische Bedeutung von Spiritualität für eine christliche Lebensweise thematisiert werden. Und die Frage wird aufgeworfen, welche Dimensionen der Spiritualität sich in den unterschiedlichen religionspädagogischen Handlungsfeldern erschliessen lassen.
Träumst du noch - oder hoffst du schon?Am Anfang steht immer die Analyse: Welche Jugendliche meinen wir, wenn wir von der Spiritualität Jugendlicher sprechen? Was wissen wir von ihnen? Welche Rolle spielen das Geschlecht, der Bildungs- und soziale Hintergrund der Jugendlichen? In welchem soziokulturellen und kirchlichen Umfeld bewegt sich ein Jugendkirchenprojekt? Vor allem aber: Was wollen die Jugendlichen?
Typische Elemente der Jugendkirchen sind die kreative Aneignung des (Kirchen-) Raumes und die sinnliche Gestaltung von Gottesdiensten oder kulturellen Aktivitäten. Aber auch Jugendliche wollen nicht nur Aktivität, sondern suchen auch Orte der Stille und möchten Kraft tanken.
Mit Jugendlichen Jugendkirche gestalten.
Ausgehend von konkreten Praxisbeispielen aus dem Projekt "Jugendkirche Basel" werden z.B. am 25.9.2007 Wege und Möglichkeiten des Zugehens auf Szenen Jugendlicher vorgestellt.
Zusammen mit den Teilnehmenden nehmen Alexander Mediger Dipl.-Theol., Leiter des Vorprojektes Jugendkirche Basel, und Dorothee Foitzik Eschmann, Lehramt Gymnasium, Co-Leiterin der Deutschschweizer Fachstelle für kirchliche Jugendarbeit, Zürich, verschiedene Spiritualitätsformen Jugendlicher unter die Lupe und entwickeln methodische Ansätze zur Erhebung der Wünsche von Jugendlichen.
Die praxisorientierte Arbeit wird angereichert durch jugendsoziologische sowie religionspädagogische Inputs und durch Einblicke in die Aktivitäten des Jugendkirche-Teams Basel.
Augen schliessen und Inneres schauen.Die Jahrestagung findet in Mattli/Morschach am Vierwaldstättersee in der Innerschweiz statt, angeschlossen an den Weg der Schweiz und den Jakobsweg, eingerahmt von Berggipfeln und umgeben von Wiesen. Das hoch gelegene Antoniushaus öffnet einem einen weiten Blick über den Vierwaldstätter See und auf die Rütliwiese: Ein Ort, der schon immer Menschen in vielfältiger Weise inspiriert hat - die Augen schliessen und Inneres schauen - die wunderbare Lage tut wohl. Nur ein paar Gehminuten vom Dorf Morschach entfernt liegt es, und doch ganz umfangen von atmender Ruhe.
Initiatoren sind:Deutscher Katecheten-Verein e.V.
in Zusammenarbeit mit der
Schweizer Katecheten-Vereinigung
und den
Österreichischen Religionspädagogischen Instituten
Weitere Informationen auch unter:www.kath.ch
Online Anmeldung zur Jahrestagung:www.katecheten-verein.de