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'ADORAY' IST NICHT JUGENDKIRCHE PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pierre roh   
Montag, 16. Juli 2007
"Im Vorfeld wurde ich oft gefragt, was "adoray" denn für eine neue Bewegung sei. "adoray" ist keine neue Bewegung, es ist die eine Kirche", erklärt Amédée Grab, Bischof von Chur, und dann sinngemäss: "in der es Platz gebe für eigene Initiativen junger Menschen." 
 
Am Samstag, 23. Juni fand zum allerersten Mal ein grosses "adoray"treffen aller "adoray's" im Pfarreizentrum St. Agatha in Dietikon/ZH statt. Alle, die dort waren, wissen, wie genial und bereichernd der ganze Tag war. 
 
Viele Jugendliche kamen, viele junge Priester waren dort und die Stimmung war durchaus als spirituell zu bezeichnen. Bereits morgens fanden sich etwa 70 Teilnehmer aus verschiedenen "adoray" Gruppen zur gemeinsamen hl. Messe ein, von denen ca. 50 einen Einsatz als Helfer hatten.

Später machten sich die einen auf den Weg, um auf der Strasse fürs "adoray" und den Glauben Werbung zu machen, während andere alles für den Abend vorbereiteten. Auf der Strasse kinnte man fest stellen, wie viele junge Leute sich noch nie ernsthaft mit dm Glauben auseinandergesetzt hatten und immer auf der Suche nach etwas sind, was dem Leben Sinn geben könnte.



Das einstimmende Musical "Der Koloss" über die Lebensgeschichte des Apostels Paulus wurde als 'überwältigend' angekündigt und hat dann sogar die hohen Erwartungen der Jugendlichen übertroffen. Bei dem Musical, welches den Auftakt bildete, war der Saal mit 320 jungen Leuten bis auf den letzten Platz besetzt. Im vollen Saal und vor begeistertem Publikum wurde es von jungen Leuten der Internationalen Akademie für Musik und Evangelisation (IME) Altöttingen aufgeführt.

adoray_3.jpg Mitreissende Gesänge und eine spannend inszenierte Darstellung mit viel Witz und Phantasie sowie zahlreiche Spezialeffekte hatten der Lebensgeschichte des Apostels Paulus rund um den Koloss von Rhodos eine überwältigende Form gegeben. Die letzten 20 Minuten hielt es beim Mitsingen und Applaudieren keinen der Zuschauer mehr auf den Sitzen. Am Ende stellten sich die Schauspieler noch vor und gaben eine Gesangszulage, die mit rhytmisch klatschenden Händen begleitet wurde.

Nach dem Abendessen fand das "adoray", ein Lobpreisteil dieses Anlasses, statt. Zum Lobpreisabend, dem Höhepunkt des "adoray festival", wurden noch einmal etwa 80 Tickets ausgegeben. Es kamen deutlich mehr ausschliesslich junge Teilnehmer, als von den Veranstaltern erwartet. Nach mitreissender christlicher Musik und einem bewegenden Zeugnis einer 17-jährigen über ihren schicksalsbehafteten Glaubensweg sprach der französische Priester und Autor des Musicals, Francis Manoukian, über die persönliche Liebe zwischen jedem Einzelnen und Gott.

 Die persönliche Beziehung zwischen Gott und Mensch wurde anschliessend in einem sehr bewegenden Gebetsteil für die beeindruckten Teilnehmer erfahrbar gemacht. In einem Lichtkegel schritt gleichsam Jesus durch die Menge und wurde so für die jungen Menschen fast real spürbar. Selbst viele junge Menschen, die bislang keinen Kontakt mit der Kirche hatten, zeigten sich tief bewegt.

"Durch das Beleuchten der Monstranz konnte man meinen, hinter dieser befände sich der Himmel! Es war einfach wunderschön! Während dem konnte man auch zur Beichte gehen oder einfach mit einem Priester ein Gespräch führen", begeisterte sich eine Beteiligte. "Die Stimmung war umwerfend und die Musikband gab alles!"

 Der anwesende Bischof von Chur, Amèdèe Grab, liess es sich nicht nehmen, von sich aus auf die Bühne zu kommen und die jungen Leute zu ermutigen, mit dem Projekt "adoray" weiter zu machen. Im Vorfeld sei er oft gefragt, worden, um was für eine neue Gruppe es sich beim "adoray" handeln würde. " 'adoray' ist keine neue Bewegung, sondern es ist die eine Kirche", in der es Platz habe für eigene Initiativen junger Menschen.

Die Veranstalter wollten mit dem Festival nicht einfach einen Event organisieren, sondern vor allem auf die "adoray" Lobpreisabende hinweisen. An diesen treffen sich junge Menschen wöchentlich jeweils in Luzern, St. Gallen, Zug, Zürich und demnächst auch in Chur, Fribourg und Solothurn. Amédée Grab hofft, "dass viele Dörfer und Städte diesem Beispiel folgen."

 "adoray" ist eine Eigeninitiative junger Menschen, die zeigen will, wie sehr der Glaube ihre Generation begeistern kann. "adoray" ist eine der wenigen Projekte in der Kirche für die Altersgruppe der überwiegend 20-30-jährigen. Das langfristige Ziel von "adoray" ist es, junge Menschen für den Glauben zu begeistern und sie wieder zur Teilnahme am eigenen Pfarreileben zu motivieren.

"adoray" ist nicht das Gleiche wie eine Jugendkirche, denn es werden ausser den wöchentlichen Lobpreisabenden (worship) und dem jährlichen Festival keine weiteren Projekte initiiert. Damit ermöglichen wir anderen Bewegungen, Organisationen, Gruppen, Klöstern und Pfarreien, sich am "adoray" zu beteiligen und den jungen Leuten im "adoray" deren Angebot zur Glaubensvertiefung anzubieten. Eine Zusammenarbeit auch mit Jugendkirchen, wie der Limmattal Young Church (siehe auch LYC startet), wird nicht nur erwünscht, sondern auch regelrecht angestrebt.

Wichtig ist es den Verantwortlichen, eine klare Spiritualität zu vermitteln, die junge Menschen überzeugen kann und zwar auf eine deutliche Art und Weise. Viele haben es selbst erlebt, dass die wirkliche Auseinandersetzung mit der Kirche sehr spannend und sinngebend sein kann und man so die Kirche verstehen lernen könnte. Dazu ist es nötig, dass direkt und nicht niederschwellig untereinander kommunizieren wird.

"adoray" - das sind auch coole Jugendgottesdienste oder auch Gottesdienste für junge Erwachsene, in Luzern, St. Gallen, Zug und Zürich. Hauptbestandteil der Gottesdienste ist der Lobpreis - mit einfachen Worten: das Singen aktueller christlicher Lieder in einer ansprechenden und manchmal coolen Form.


KONTAKT:

"adoray"
c/o Christian Behrendt
Habsburgerstr. 31
6003 Luzern
Telefon/Fax 041 210 47 39
christian.behrendt"adoray".ch

 

adoray ist ein Projekt junger katholischer Christen. adoray ist ein Verein als Arbeitsgemeinschaft, der sich Bewegungen, Gruppen, Organisationen oder Pfarreien anschliessen können, um vor Ort das Projekt adoray durchzuführen. Einzelpersonen oder Gruppen in der katholischen Kirche können als Franchise das Label übernehmen oder sich gemeinsam mit bestehenden Gruppen regional am gleichen adoray beteiligen, sofern dies vor Ort gewünscht oder praktikabel ist. Jedes adoray sendet Vertreter in die Arbeitsgemeinschaft. Abgesehen von grundlegenden Gemeinsamkeiten besteht für jedes adoray Autonomie.

Adoray möchte im Herzen der Kirche junge Menschen zum Glauben führen, immer in Verbundenheit mit dem Jugendbischof. Seit seiner Entstehung sind verschiedene Bewegungen am adoray beteiligt, ohne dass es einer bestimmten Bewegung angehört. Die Verbindung mit der Ortskirche und die Verwurzelung in der Pfarrei ist uns ein grosses Anliegen.

 
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