Der Katholischen Jugend Frankfurt gehören alle Kinder und Jugendlichen zwischen 14 und 26 Jahren aus den katholischen Pfarrgemeinden und die Mitgliedsverbände des BDKJ im Stadtbezirk Frankfurt an. Heute zählt der Verband zu den drei grossen Jugendverbänden der Stadt.
Mitte der 70er Jahre gab es eine Neuorientierung beim katholischen Nachwuchs: Jugendliche sollten selbst die Regie übernehmen, unterstützt und begleitet von Fachleuten. So kam es zur Gründung der KJF.

Über den Frankfurter Jugendring erhält die KJF Zuschüsse der Stadt, die vor allem für die Jugendarbeit in den katholischen Pfarreien und Verbänden bestimmt sind. Gefördert werden unter anderem Freizeiten, Fortbildungen, Jugendclub und die Jugendkirche JONA.
"Sehr viele Mittel fliessen der Gruppenarbeit zu", sagt Stadtjugendpfarrer Werner Otto. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für Jugendarbeit in den katholischen Gemeinden sei. "Durch die Arbeit der KJF ist dies gestärkt und unterstützt worden."
In Frankfurt sind mehr als 200 Kinder- und Jugendgruppen in den katholischen Gemeinden aktiv. Etwa 2500 Ehrenamtliche leiten sie und organisieren Freizeiten oder Zeltlager. In der Stadtjugendversammlung der KJF entscheiden Delegierte aus allen Gemeinden über die Belange der katholischen Jugendarbeit. Hier wird auch der Stadtjugendrat gewählt, der mit dem Stadtjugendpfarrer und einem Referenten der Jugendkirche die Geschäfte der KJF führt.

"Wir unterstützen die Jugendarbeit in den katholischen Gemeinden und sorgen dafür, dass sie fortgeführt werden kann", sagt Rebekka Rammé (19) auf dem Fest. Sie ist seit 2007 Vorsitzende des Stadtjugendrats. Die Angebote sind vielfältig. "Unter den Mädchen und Jungen sind die offenen Jugendtreffs sehr beliebt", sagt Werner Otto. Er führt dies unter anderem darauf zurück, dass sich die Jugendlichen immer stärker auf Schule und Ausbildung konzentrieren müssten und das Programm der Jugendtreffs für sie unverbindlicher sei. "Ein weiteres wichtiges Thema der KJF war schon immer die Friedensarbeit", schildert er. So sei der Verband etwa Gründungsmitglied der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank.
Bei soviel Engagement darf im Jahr des Jubiläums ein tolles Geburtstagsfest nicht fehlen. Zur Unterhaltung der jungen Gäste haben sich die Organisatoren einiges ausgedacht:
Eine der Attraktionen ist das "Aerotrimm". Geräte dieser Art wurden ursprünglich für Astronauten konzipiert. Wer sich traut, sieht seine Umgebung aus verschiedenen Perspektiven. Im "Aerotrimm" an einem Ring angeschnallt, kann man sich in drei Richtungen zugleich drehen und steht auch mal auf dem Kopf. Das verspricht viel Spass und ist zudem Training für den Gleichgewichtssinn.
Robert, Zivildienstleistender in der Jugendkirche, probiert das Gerät aus. Damit nichts schief geht, steht Markus Michalik vom Spielmobil-Team des Abenteuerspielplatzes Riederwald parat. Er befestigt den 21-Jährigen im Ring. "Essen sollte man vorher nicht unbedingt", verrät Nils (16), der das Gerät schon ein paar Mal ausprobiert hat. Auch die Hosentaschen sind zu leeren. "Es ist ein bisschen anstrengend, hat aber viel Spass gemacht", sagt Robert, nachdem er wieder festen Boden unter seinen Füssen hat.