Begegnung, Diskussion, Party und Passion
Auf dem Kirchentag sind 3000 Veranstaltungen in fünf Tagen. Das sind Begegnung, Diskussion, Party und Passion - und ein Hauch von Woodstock.
Aber auch: fünf Nächte Schlafsack. Von Generationen erprobt. Denn der Kirchentag ist eine christliche Grossveranstaltung, bei der bereits seit 1949 alle zwei Jahre in einer anderen Stadt Deutschlands Tausende von Christen und Andersgläubige zusammenkommen.
Auch der Jugendkirchen-Netzwerk e.V. steht den Besuchern für alle Fragen in Sachen Jugendkirche zur Verfügung - Vereinsmitglied Tina Ibach kümmert sich gegenwärtig um die Standausstattung, die als sichtbares Erkennungszeichen 4-6 grosse Palmen als ungewöhnliche Eckpfeiler aufstellen wird - haltet dananch Ausschau - in Halle 4, 4.1 L22. Auf drei grossflächigen Flachbildschirmen sollen Filmclips über die Aktivitäten der Jugendkirchen informieren; zudem stehen Ansprechpartner, die bei Jugendkirchenfragen weiterhelfen, zur Verfügung.
Jugendkirche sucht Unterstützung für Info-Stand
Unser Verein hat schon frühzeitig einen Infostand angemietet. Allerdings ist bisher die letztendliche finanzielle Absicherung noch nicht gewährleistet, da Zusagen kurzfristig zurückgezogen wurden.
Jugendkirchen-Netzwerk e.V. wird dessen ungeachtet mit einem ökumenischen Gemeinschaftsstand auf dem 'Markt der Möglichkeiten' in Halle 4 (4.1 L22) auf dem Messegelände vertreten sein.
Aus diesem Grunde starten wir hiermit einen 'händeringenden' Spendenaufruf, um den Info-Stand möglichst optimal gestalten zu können.
Überweisungen bitte auf das Konto:
Jugendkirchen-Netzwerk e.V.
Konto Nr. 8728700
BLZ: 66020500
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
Kirchentag ist alt
Der Deutsche Evangelische Kirchentag ist so alt wie die Bundesrepublik Deutschland. 1949 gründete Reinold von Thadden-Trieglaff ihn gemeinsam mit Freunden in Hannover als eine Bewegung evangelischer Laien. Die Veranstaltung sollte die protestantische Freiheit gegenüber der Amtskirche demonstrieren und ein Zeichen des christlichen Glaubens sein, der Frömmigkeit mit Verantwortung für Gesellschaft und Welt vereint.
In Köln ist der Kirchentag in diesem Jahr nach 1965 zum zweiten Mal zu Gast. Mehr als 100.000 Teilnehmer werden erwartet. In der Regel findet der Deutsche Evangelische Kirchentag alle zwei Jahre und im Wechsel mit dem Katholikentag statt. 2008 gibt es den 97. Katholikentag in Osnabrück. Der nächste evangelische Kirchentag findet im Jahr darauf in Bremen statt. Für 2010 ist der 2. Ökumenische Kirchentag in München geplant.
Kirchentag ist jung
Beim Kirchentag trifft der Taizéfan auf die Posaunenchorspielerin, das evangelische Attac-Mitglied auf den christlich-sozialen Neoliberalen, die Topmanagerin auf den arbeitslosen Hochschulabsolventen.
Schauspieler und Nobelpreisträger diskutieren mit Pfadfindern und Gemeindekassenwarten. Leute aller Altersgruppen, sozialen Schichten und Bekenntnisse kommen zusammen. Und: Kirchentage sind traditionell eine junge Veranstaltung. Jeder dritte Kirchentagsbesucher ist unter 19 Jahre alt.
Über Klimawandel und Globalisierung
Auf dem 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 6. - 10. Juni in Köln treffen sich Gläubige jenseits kirchlicher Strukturen. Sie sprechen über gesellschaftliche, politische und kirchliche Entwicklungen – über Gott und die Welt, über Allah und die Globalisierung. Sie beziehen christliche Positionen und klopfen solche Positionen kritisch ab.
Der Kirchentag dürfte, zumindest in den Medien, von dem gleichzeitig stattfindenden G-8-Gipfel in Heiligendamm überschattet werden. Die deutschen Protestanten hoffen allerdings, das Politikertreffen an der Ostsee auch beeinflussen zu können. So gibt es am zweiten Tag einen 'Ruf an den G-8-Gipfel' mit anschliessendem Kerzenmeer.
Zwischen Vorfreude und spannungsvoller Erwartung
"Es ist eine Mischung von Vorfreude und Spannung", bekannte Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, mit Blick auf den Evangelischen Kirchentag in wenigen Tagen. Die Vorbereitungen seien getroffen, alles sei im Plan, "wir sind gut gerüstet", man habe in die Programmvorbereitungen viele Gedanken, Phantasie und auch einiges Geld gesteckt.
Schneider dankte ausdrücklich den "katholischen Geschwistern", bei denen die evangelische Seite "wie selbstverständlich" zu Gast sein könne, besonders Kardinal Joachim Meisner, Stadtdechant Johannes Bastgen und seinem Stellvertreter, Monsignore Rainer Fischer, beispielsweise aber auch den Betreuern von Gästen, die in Schulen untergebracht würden.
Er erwarte Gebet, Frömmigkeit, ein Fest des Glaubens, aber auch "Orientierung für die Menschen auch für die grossen politischen Themen". Von der Jugend, aber auch von religiösen Führern werde es deshalb Schaltungen mit Botschaften zum G 8-Gipfel geben, kündigte er an.
Pfarrer Rainer Fischer stellte in Auszügen vor, was in katholischen Einrichtungen angeboten wird, meinte aber, "das Wichtigste ist, dass Christen überhaupt zusammenkommen". Stadtsuperintendent Ernst Fey liess wissen, man fühle sich für das Rahmenprogramm verantwortlich. "Die Temperatur steigt", sagte er und meinte das nicht zuletzt auch in Bezug auf die seit Wochen laufenden Probekochaktionen in den Gemeinden.
Landeskirchenrätin Elke Weija wies unter anderem auf das "Zentrum Liebe" im Begegnungszentrum in der Kartäuserkirche hin, wo es zum Beispiel um Liebe zum Kind, in der Familie, Liebe und Alter, einen Workshop für den "Liebesführerschein", Scheitern und Gelingen von Liebe, einen "Erinnerungsgottesdienst für Paare" mit Hochzeitsliedern oder einen "erotischen Gottesdienst" geht - Details wurden nicht verraten. Insgesamt hat die Evangelische Kirche im Rheinland etliche Projekte für den Kirchentag vorbereitet.
siehe auch: Jugendkirche auf dem Ev. Kirchentag dabei