Im Sport haben die Stars auch nicht immer Glück, und nach einer Niederlage koste der Aufstieg wieder viel Motivation und neuen Mut. Sechs Prominente aus Kirche, Politik und Sport sind der Einladung des Jugendpfarrers gefolgt, um über ihre Vorbilder und Erlebnisse zu reden.

"Für mich sind meine Niederlagen im Leben viel bedeutender als meine Höhen, da es so unglaublich viel Kraft braucht, bis man wieder oben ist", erzählt Skirennläuferin Petra Haltmayr, die 2006 bei der Olympiade in Turin den sechsten Platz erreicht hat. In schwierigen Zeiten seien für sie die Eltern von entscheidender Bedeutung, "weil für sie bin ich als Petra wichtig - und nicht als Sportlerin Haltmayr".

Anders sieht das der mehrmalige Triathlonmeister. Der gebürtige Ravensburger trainiert 30 bis 40 Stunden die Woche und sein grosses Ziel ist: Olympia 2008 in Peking. "Ich finde die Freuden im Leben überragen das Leiden."
Familie ist für Stars besonders wichtig

Dem Volleyballnationalspieler Sebastian Schwarz ist besonders der Ehrgeiz und der Wille im Leben wichtig. "Das Ziel immer vor Augen haben", das zähle für ihn zum Erfolgsrezept nach oben. "Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, das ist ein Privileg, und ich glaube das ist der Platz, wo mich Gott haben möchte."
Ihm erscheint besonders der Ehrgeiz und der Wille im Leben wichtig. "Das Ziel immer vor Augen haben", das zähle für ihn zum Erfolgsrezept nach oben. "Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, das ist ein Privileg, und ich glaube, das ist der Platz, wo mich Gott haben möchte."
Zwischen den Pausen der Diskussion unterhielt die Band "Lichtpunkt" die voll besetzten Jodokskirche. Am Samstag hatten die Jugendlichen die Möglichkeit an einem Sportwettkampf mitzumachen. Den Tag schloss ein Jugendgottesdienst mit der Band "Fabulous Issue" ab.

Auch Politiker blieben der Diskussionsrunde nicht fern: Mit dabei war , Bundestagsabgeordneter der CDU. "Für mich sind meine Eltern die grossen Vorbilder", sagt der 50-Jährige, "zum Vorbildsein gehören nicht die grossen Dinge. Viel wichtiger ist das, wie jemand den Alltag meistert."
Er ist sichtlich erstaunt, wie seine Mutter mit den alltäglichen Dingen umgeht. "Meinen roten Faden habe ich allerdings immer erst im Nachhinein entdeckt", weil er sich im Leben gerne treiben lasse. "Hinterher kann ich dann meistens sagen: ,Das habe ich gut gemacht"."

Zu den Gästen des Abends zählte auch Danny Fresh. Er schreibt Liedertexte für Xavier Naidoo und rappt auch auf dessen neuen Album. "In der Schule waren meine schlechtesten Fächer Deutsch und Religion und jetzt schreibe ich deutsche Texte mit religiösen Werten", gesteht der Mannheimer.
Doch was ist, wenn einmal das Blatt leer bleibt? "Das passiert mir oft, aber ich muss mich trotzdem mögen." In seinen Liedtexten geht es ihm nicht nur um Unterhaltung, sondern viel mehr um den Inhalt: "Wenn man in meine Songs reinschaut, findet man was - nicht wie bei dem ganzen ,Plastikpop" auf dem Markt"."
Die kirchliche Seite vertrat Domkapitular Rudi Hagmann. "Einen schweren Bruch in meinem Leben erlebte ich, als meine Brüder mit ihren Töchtern tödlich verunglückten, und da fragte ich mich: "Was soll das Leben?" erinnert sich der Rottenburger Domkapitular. Jetzt stellte sich für ihn die Frage der Theologie, "was sind meine wirklichen Werte."
Ein kleines Licht anzünden ist nicht viel, aber wenn ALLE es tun, wird es HELLER.
b.hillebrand@ liebfrauen-rv.de