Es hätte ein Prestigeprojekt werden sollen, um ein erneuertes christliches Bewusstsein heraufzubeschwören - ganz so wie es die etwas ältere reformierte Jugendkirche Streetchurch tut. Der Kirchenraum sollte nicht länger nur für Gottesdienste genutzt werden, sondern auch für Konzerte, Musicals und Theateraufführungen.

Genau das wurde zum Problem: Laut "Tagesanzeiger" kündigte nämlich rund vier Monate später die zuständige Zentralkommission den Vertrag mit St. Felix und Regula wieder mit der Begründung, das Projekt lasse sich dort nicht verwirklichen.
Es bestünden unterschiedliche Bedürfnisse bezüglich Gestaltungsmöglichkeiten und Freiräumen der Jugendkirche, begründete die Zentralkommission ihren Entscheid. Die erforderlichen Umbauten beim Kirchenraum hätten sich als komplexer und zeitintensiver erwiesen als geplant.
Zwischen dem Seelsorgeteam und der Pfarrei bestünden unterschiedliche Bedürfnisse bezüglich Gestaltungsmöglichkeiten und Freiräumen der Jugendkirche, begründete die Zentralkommission ihren Entscheid. Vor allem aber hätten sich die erforderliche Umbauten beim Kirchenraum als komplexer und zeitintensiver erwiesen als geplant. "Dazu gehören auch denkmalpflegerische Auflagen, die so bei der Wahl des Standortes nicht bekannt waren."
Womit die Exekutive den Vorwurf zurückweist, sie habe bei der Projektevakuierung die denkmalpflegerischen Auflagen nicht genügend abgeklärt. Das Seelsorge-Team wollte die Bänke aus der geschützen Fritz-Metzger-Kirche herausnehmen, um Raum zu schaffen. Was offenbar am Veto der Denkmalpflege scheiterte.

Das Seelsorge-Team wollte unter anderem die Bänke aus der denkmalgeschützten Fritz-Metzger-Kirche herausnehmen und dies scheiterte, weil die Denkmalpflege einschritt. Der stellvertretende Leiter der kantonalen Denkmalpflege, Peter Baumgartner, ist jedoch erstaunt und enttäuscht über den unvermittelten Abbruch des Projektes.
Nach einer Sitzung mit der Verantwortlichen der Jugendkirche sei man im Einverständnis über deren wichtigste Anliegen auseinander gegangen. Auch habe man bereits einen Termin vereinbart, um zusammen mit dem Amt für Hochbauten ein geeignetes Architektenteam zu finden, das durchaus in der Lage gewesen sein könnte, annehmbare Entwürfe zu konstruieren. Was die Kirchenbänke betreffe, habe die Denkmalpflege eine flexible Lösung bei Grossveranstaltungen angeboten.

Die Zentralkommission will nun möglichst rasch einen neuen Standort finden, wie deren Informationsbeauftragter Aschi Rutz erklärt. Da es für die Jugendkirche schwierig werde in einer Kirche, wo bereits pfarreiliches Leben stattfinde, suche man eher eine Kirche oder ein Gebäude, das die Jugendkirche alleine nutzen könne, heisst es in einem Situationsbericht.
Eine neue Arbeitsgruppe sei bereits im Gespräch mit der Pfarrei St. Joseph, deren Kirche im Kreis 5 hinter dem Limmatplatz liege - geografisch ideal. Allerdings gehe die Arbeitsgruppe davon aus, dass es für die Jugendkirche schwierig werde in einer Kirche, wo bereits pfarreiliches Leben stattfinde. Folglich suche man eher eine Kirche oder ein Gebäude, das die Jugendkirche alleine nutzen könne.
Jugendseelsorger Matthias Müller ist da wenig optimistisch. Es sei ausgesprochen schwierig, in der City eine katholische Kirche zu finden, weil es kaum eine gebe. Für ihn aber gehört ein Kirchenraum wesentlich zur katholischen Jugendkirche.