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Weg für Jugendkirche Nürnberg ist frei PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pressemeldung der ev. Jugend Nürnberg   
Freitag, 27. April 2007

 

Mit einer wegweisenden Entscheidung hat das höchste Entscheidungsgremium der Evang. Kirche im Dekanat Nürnberg den Weg für die erste Jugendkirche in Bayern frei gemacht. Nach einer intensiven Diskussion hat der Dekanatsausschuss beschlossen, dass das Dekanat das ehrgeizige Projekt in den nächsten Jahren mittragen wird.


Die Evangelische Jugend Nürnberg verfolgt seit eineinhalb Jahren die Idee, in Nürnberg die erste Jugendkirche in Bayern zu errichten. Der Jugendverband will damit jungen Menschen auf eine neue Art die Chance geben, sich mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen. In den vergangenen Jahren sind bundesweit und über Deutschland hinaus zahlreiche Jugendkirchen entstanden, in Bayern wäre das Nürnberger Projekt die erste Einrichtung dieser Art.

 

Da mit der Realisierung der Jugendkirche auch erhebliche Kosten verbunden sind, hat sich der Dekanatsausschuss seine Entscheidung nicht leicht gemacht. Susanna Thieg, die ehrenamtliche Vorsitzende der Evangelischen Jugend und Dekanatsjugendpfarrer Thomas Kaffenberger hatten dem Gremium die Planungen zunächst noch einmal ausführlich erläutert. Die Mitglieder des Ausschusses diskutierten anschließend offen über die mit der Jugendkirche verbundenen Erwartungen und Befürchtungen. Dabei konnten die Initiatoren des Projekts den Ausschuss überzeugen. Eine deutliche Mehrheit votierte am Ende der Debatte in einer geheimen Abstimmung für die Unterstützung durch das Dekanat Nürnberg.

 

Mit der Entscheidung des Dekanatsausschusses ist ein weiterer vorentscheidender Schritt in Richtung einer Realisierung des Projekts getan worden. Schon im Februar hatte der Kirchenvorstand der Gemeinde St. Lukas die Kirche am Nordostbahnhof der Evangelischen Jugend als Jugendkirche angeboten.

 

Der Evangelische Stadtdekan Michael Bammessel zeigte sich sehr zufrieden mit der Entscheidung des Dekanatsausschusses. Er hatte die Idee von Anfang an mit großer Sympathie verfolgt. „Kirche muss auch in schwierigen Zeiten den Mut für innovative Projekte aufbringen“, so Bammessel. Auch Susanna Thieg und Thomas Kaffenberger waren nach der Sitzung erleichtert. „Jetzt machen wir uns mit neuem Schwung an die Arbeit“, kündigte der Dekanatsjugendpfarrer an und bedankte sich für die mutige Entscheidung und die offene Diskussion. Als Eröffnungstermin für die Jugendkirche wird der Herbst 2008 angestrebt.

 

Das positive Votum des Dekanats Nürnberg ist auch die Voraussetzung dafür, dass die Bayerische Landeskirche sich ihrerseits mit Geld und Personal an der Jugendkirche beteiligt. Sie wird einen erheblichen Teil der nötigen Investitionen tragen und für die ersten fünf Jahre einen Teil des Personals zur Verfügung stellen. Nach diesem Zeitraum müssen das Dekanat und die Evangelische Jugend die weitere Finanzierung aus eigener Kraft leisten.

 

Siehe auch: 

 

Jugendkirche Nürnberg: Episode 1 

 

Mehr Ev. Jugendkirche in Bayern 

 

Unterstützt wurden die Verantwortlichen dabei von Willi Schönauer vom gemeinnützigen ökumenischen Jugendkirchen-Netzwerk e.V.(Kuppenheim), der als Experte für Jugendkirchen von den Projekten im gesamten deutschsprachigen Raum berichten konnte. (Anm. der Red.)

 
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