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Reinhold Krebs, bisher Leiter des Projekts ‘puls’, ist beim größten konfessionellen Jugendverband in Baden-Württemberg, dem ‘Evangelischen Jugend Werk', kurz ejw, auf eine neu konzipierte Stelle mit den Schwerpunkten Jugendgemeinden, Jugendkirche, Jugendgottesdienste sowie der Aktionsgemeinschaft Churchnight berufen worden. Herr Krebs soll in diesen Bereichen zur Profilierung und Entwicklung von jugendgemäßen, spirituellen Formen beitragen und die bisherigen Aktivitäten zu einem übergreifenden Ganzen verbinden. Er erreicht mit dem ejw direkt rund 280 haupt- und 27.000 ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie 168.000 Teilnehmer in knapp 10.000 Jugend-, Projekt- und Aktionsgruppen.
In einem Zeitraum von drei Jahren (7/2003 - 6/2006) wurden bisher innerhalb der württembergischen Landeskirche Modelle von Jugendkirchen und Jugendgemeinden entwickelt und erprobt. Neue geistliche Zentren und Beheimatungsorte für junge Menschen, für die mit der Kirchengemeinde leben vielfach einfach ‘uncool’ geworden ist, sind in diesem Zeitraum im Kontext gegenwärtiger Jugendkultur ortsübergreifend innerhalb der Landeskirche entstanden.
Die vorrangigen Fragen, die sich in den Gesprächen mit Jugendlichen ergaben, z.B.“ Wie kann das örtliche ‘System Jugendarbeit’ neu mit einer Vision infiziert werden?” “Wie können Gruppen aussehen, die Jugendlichen nichts mehr bieten, sondern Freiräume sind, damit Jugendliche alles das bieten können, was in ihnen steckt?”, führten zu zukunftsweisenden Aufgaben, in denen sich Glaube ereignet und in jugendgemässer Form äussern kann. Potentiale freizusetzen ist die Zielsetzung dieser engagierten Jungendarbeit.
Mit vielfältigen Angeboten, in denen die Jugendlichen sich als Akteure zu begreifen lernen, und Gestaltungsräumen sowie mit einem eigenen gottesdienstlichen Leben, das gemeinsam gestaltet, gefeiert und gelebt wird, sollen
Jugendliche ihre Berufung entdecken und diese gemeinsam leben,
Jugendgruppen entstehen, die kein Programm bieten, sondern eine Herausforderung für den Einzelnen und die Gruppe selbst darstellen,
Aktivgruppen entstehen, in denen junge Menschen ihre Gaben entfalten.
Jugendliche hungern nach Kult, gleichzeitig ist ihnen ein “gewöhnlicher Gemeinde-Sonntagsvormittagsgottesdienst so fremd, wie beispielsweise einem Afrikaner ein typisch deutscher Gottesdienst am Sonntagmorgen”, wie Reinhold Krebs es einmal in einem Interview formulierte.
So sieht er das Ziel seiner ‘neuen’ Berufung in der Profilierung, Entwicklung und Qualitätssicherung von jugendgemässen, spirituellen Formen, zu deren Aufgaben die Vernetzung der bisherigen Aktivitäten im Bereich Jugendgottesdienste, die Weiterentwicklung und Begleitung von Jugendgemeinden und Jugendkirchen und die „Churchnight“ (den Reformationstag neu feiern) gehört. ‘Mitarbeitenden-Teams’ begleiten die Jugendlichen und helfen ihnen, ihre Berufung im Glauben an Jesus Christus zu entdecken. Viel Erfolg sei auf diesem Wege beschieden.
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