Die Planungen für die Heilig-Rock-Wallfahrt vom 13. April bis 13. Mai 2012 laufen auf Hochtouren. Einige Hundert Menschen bemühen sich derzeit in Arbeitsgruppen um die inhaltliche und organisatorische Gestaltung. Hilfreiche Kooperationen entstehen. Mindestens genau so wichtig ist die geistliche/spirituelle Vorbereitung.
Das Jahr vor der eigentlichen Wallfahrt wird das Jahr der geistlichen Vorbereitung sein; es wird am Heilig-Rock-Fest 2011 (6. Mai 2011) beginnen. Ziel dabei ist auch, den Jugendlichen die Möglichkeiten zu bieten, Zugang zum Thema Wallfahrt zu finden, ein sicherlich sehr anspruchsvolles Vorhaben.
Passend dazu zeigte sich die Pastoralreferentin Anja Günther in betont modischem, nicht alltäglichem Outfit, die die Veranstaltung des Dekanats Bad Kreuznach in Kooperation mit Gemeindeassistent Mirko Backes der Pfarreiengemeinschaft Roxheim, Waldböckelheim, Weinsheim und Sponheim sowie der Gemeindereferentin Kerstin Mikolajewski des Seelsorgebezirks Bad Sobernheim leitete.
Es gab Kennenlernspiele zu Herkommen, Alter, Kauf- und Fernsehverhalten sowie Modetrends der Jugendlichen. Deutlich wurde, dass die meisten Teilnehmer sich Informationen über den „Heiligen Rock“ ergoogelt hatten. Die Reliquie wird vom 13. April bis 13. Mai 2012 zum 500. Mal gezeigt.
Die Jugendlichen sind aufgerufen, kreativ den eigenen „ultimativen Rock“ zu gestalten.
Die Initiatoren sind selbst gespannt darauf, wohin und wie weit das Projekt führt, wie man herausfindet, was Glauben und Mode verbindet. Ein Wegweiser ist der Leiter der Wallfahrt, Monsignore Dr. Georg Bätzing, der damit zitiert wird, dass Jesus zu jeder Zeit ein Gewand geben wird, das dem Menschen passt und ihn schmückt. Es ist im Sinne der Organisatoren, Neuland zu beschreiten, die Distanz zwischen Jugend und Kirche abzubauen.
Dabei sollen die Jugendlichen ihre Kreativität frei entfalten. Parallel gibt es beispielsweise einen Wettbewerb zum Entwurf neuer Messdienerkleidung. Vorgesehen ist zudem, den „Heiligen Rock“ ein Stück weit pilgernd zu erreichen und sich am großen Jugendevent 2012 in Trier zu beteiligen.
Die Jugendlichen brachten ihre Vorstellungen zum Thema bildlich zu Papier und ordneten sich im Sinne von Arbeitsteilung vier Projektgruppen zu. Zum Folgetreffen am 21. Mai an gleicher Stelle sollen von zu Hause Stoffe und alte Kleidungsstücke mitgebracht werden. Zur Finanzierung laufen Anträge bei Jugendstiftungen, zudem sind eigene Aktionen in den Pfarreien geplant.
Um die Vorbereitung auf die Heilig-Rock-Wallfahrt und die Wallfahrt selbst zu begleiten, schrieben Jugendliche und junge Erwachsene Ende Februar auf der Marienburg in Zell ein eigenes Jugendgebet. Die Tradition eines begleitenden Gebets gibt es auch bei den Weltjugendtagen und wird von Jugendlichen gut angenommen.
"Wir können ja viel tun, damit eine solch große Veranstaltung gelingt, aber wir spüren genau, dass ohne das Gebet unserem Tun die Wurzeln fehlen", sagt Jugendpfarrer Jan Lehmann, der zu dem Gebetstext-Workshop einlud. "Das Gebet ist unser Geschenk an alle, die sich engagieren und vorbereiten, und wir hoffen, dass es uns wie auf einer Welle zur Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 trägt."
Lehman freut sich schon auf die Wallfahrt: "In Trier selbst wird es in dieser Zeit eine eigene Jugendkirche mit Außengelände, Bühne und rockigem Programm geben." Und Bischof Stephan Ackermann hatt am 17. Februar 2010 auch Papst Benedikt XVI. im Rahmen einer Audienz in Rom eingeladen.
| Jugendkirche beim Auftakt der Heilig-Rock-Tage |
| Festival-Stimmung rund um den Dom und die Trierer Innenstadt-Kirchen: In der Jugendkirche St. Antonius sowie den Trierer Kirchen St. Gangolf und St. Paulus hatten die Firmlinge aus den Visitationsbezirken Trier, Saarbrücken und Koblenz die Möglichkeit, den Trierer Weihbischöfen zu begegnen und anschliessend mit ihnen Eucharistie zu feiern. Danach gab es rockige Kirchenlieder während eines Konzerts mit der Schmelzer Jugendband "Jugodi" in der Antoniuskirche.
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| Jugendkirche empfing hohen Besuch |  | Die Angebote in den Pfarreien reichen oft nicht aus, um Jugendliche hier zu beheimaten. Um Jugendlichen eine neue Möglichkeit der Glaubensaneignung zu geben und zugleich um einen Brückenschlag zwischen traditioneller Kirchenkultur und den Ansprüchen, Interessen und Fähigkeiten junger Menschen zu schaffen, gibt es eli.ja. |