Zum Auftakt gab es einen Eröffnungsgottesdienst mit Bischöfin Maria Jepsen und der a-capella-Band "Viva Voce". Noch bis heute Abend sind Besucher rund ums Maritim willkommen: Am Freitagabend wurde das evangelische Jugendfestival Heaven im Brügmanngarten eröffnet.
„Es kann nur dann gelingen, wenn alle ein Interesse daran haben“, so Jochen Schultz, Vertreter des gastgebenden Kirchenkreises, über das Jugendfestival. Doch das Interesse steht außer Frage. Hier sind wirklich alle jungen Menschen mit Freude und Hingabe dabei, auch wenn die Hitze einen schnell an die Grenzen treibt.
„Ziel ist es, junge Menschen, ob behindert oder nicht, zusammenzuführen, Barrieren abzubauen und das Festival gemeinsam zu feiern und zu erleben“, erklärt Pröpstin Frauke Eiben. Ein Jahr lang haben 30 Menschen an den Vorbereitungen des Festivals gesessen, Aktionen geplant und Bands organisiert. „Wir sind mit dem bisherigen Ablauf wirklich sehr zufrieden, das Engagement aller Mitwirkenden ist fantastisch, und Travemünde hat sich als hervorragender Gastgeber erwiesen“, freut sich der Festival-Leiter Christoph Bauch.
Auch die Teamer können diesen Eindruck bestätigen. Marianne Kurowski (21), die zurzeit eine Ausbildung zur Rettungsassistentin macht, engagiert sich schon seit vielen Jahren in der Jugendarbeit und ist nun Teamer beim Festival. „Es ist eine besondere Atmosphäre, die es ermöglicht, die Jugendlichen integrativ zusammenzubringen“, erklärt Kurowski, „die Angebote sind anspruchsvoll gemacht, und Musik und Sport interessiert wirklich jeden.“
Auf der Kurpromenade, im Park, am Strand und auf offener See werden Gottesdienste gefeiert, Beachvolleyball gespielt, ein Strandcafé aufgebaut und auf der Bühne im Brügmannsgarten spielen Bands; es gibt Workshops, Newcomerbands und "Viva Voce", Performance und Theater, Jugendkirche und Taizé-Nacht, Segeln auf Traditionsschiffen, WM-Public-Viewing, ein gutes Alternativprogramm für Fußball-Muffel.
Zwischen Sport und Meditation, zwischen Musik und Gottesdienst haben auch die Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres ihre Zelte aufgeschlagen. Mit dem Aktionsspiel WTO-Poly (World Trade Organization) wollen sie auf internationale Probleme aufmerksam machen. „Es ist wichtig, den Menschen zu zeigen, wie viel Geld die WTO unterschlägt. Außerdem wollen wir neue Denkanstöße geben“, so Monika Hoscheid.
Student Niklas Dziobek (23) aus Hamburg möchte frei von politischen Aussagen anderen Jugendlichen die Trendsportart „Bouncing“ näher bringen. „Als ich vor drei Jahren damit anfing, konnte ich mir nicht vorstellen, wie hoch ich damit springen könnte.“
Das nordelbische Festival möchte als inklusive Veranstaltung alle Menschen, ob jung oder alt, mit oder ohne Behinderung, zusammenführen. Bei Konzerten, Workshops, Spielaktionen, Beachpartys, der Jugendkirche oder beim Markt der Möglichkeiten feiern Jugendliche verschiedener Konfession und Herkunft. Eiben: „Die Aktionen und Gottesdienste bringen ein Stück Selbstverständlichkeit in das Miteinander.“
siehe auch: Jugendkirche im Zirkuszelt
... die Kurpromenade und der Ostseestrand in Travemünde zum Wohnzimmer der evangelischen Jugend: Das Heaven Festival am Meer mit Strandcafé und Beachvolleyball, Jugendgottesdiensten und Wo ...
Bischöfin Maria Jepsen eröffnete das Festival: