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Jugendkirche auf dem Weg zur Ökumene PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pierre roh   
Donnerstag, 15. April 2010
Erstmals machten sich in diesem Jahr die katholische Junge Kirche und die evangelische Kinder- und Jugendkirche im Kirchenkreis Hagen gemeinsam auf den Kreuzweg der Jugend. An den sieben Stationen wollten sie unter dem Motto „Kreuzworte” die sieben letzten Worte Jesu Christi am Kreuze thematisieren: Rund 70 Christen machten auf den alljährlichen Wanderung. Am Freitagabend starteten die Gläubigen erstmals von der Freien evangelischen Gemeinde zu vier weiteren Gemeinden.

Der Kreuzweg hatte die Jugendlichen von der Jungen Kirche in der St. Elisabeth-Gemeinde über die Matthäuskirche, das St. Franziskusheim, das St. Clara-Altenheim zum Landgericht und zum CVJM sowie abschließend zur Kinder- und Jugendkirche an der Yorkstraße geführt. Die einzelnen Stationen, die sich in diesem Jahr mit den Kreuzworten befassen, waren dabei von den Jugendlichen selbst vorbereitet und gestaltet worden.
 
„Dabei sind Bilder, Lieder und Bibeltexte zum Einsatz gekommen”, verrät Stefan Rüping, Diakon der Kinder- und Jugendkirche. „Wir haben uns allerdings deutlich an der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen orientiert.” Damit wagten die jugendlichen Christen erstmals den gemeinsamen Schritt hinaus auf die Straße. „Jugendkreuzwege haben eine lange Tradition”, sagt Christian Peters, Referent für Jugend und Kirche im Dekanat Hagen/Witten. Allerdings fanden sie bisher meist auf Gemeindeebene statt.

Das sollte sich nun ändern und zwar erstmals ökumenisch. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Jugendliche sich interessante Angebote suchen und dabei spielend konfessionelle Grenzen überschreiten”, sagt Pfarrer Frank Lehmann. „Daher versuchen wir nun gemeinsam, junge Leute für das Christentum zu begeistern.”

„In diesem Jahr ist der Weg neu gewählt. Das Paul-Gerhardt-Haus in Reh wurde nicht miteinbezogen, weil der Weg dann insgesamt zu lang geworden wäre”, so Pfarrer Achim Dreessen, der sich über die positive Resonanz freute. „Ich habe von einigen katholischen Jugendlichen aus der Sankt-Bonifatius-Gemeinde gehört, dass sie die Gemeinde in Oege gar nicht kannten und sich daher über die neue Route sehr gefreut haben.”

Über die Kreuzkapelle an der Kaiserstraße ging's weiter zur reformierten Kirche, bis zur St. Bonifatius Kirche und letztlich der Elseyer Stiftskirche. Jede Station war von den Pastören und den Gemeindemitgliedern individuell vorbereitet worden. An jeder Station widmete man sich einem der sieben Kreuzworte Jesu Christi. „Vergib!”, „mich dürstet!”, „siehe!”, „vollbracht!” und „in deine Hände!” waren die Stichworte, zu denen insbesondere die Jugendlichen Texte und Beispiele vorbereitet hatten. Lieder, Gebete und kleine meditative Phasen wurden an jeder Station zelebriert.

Stetiger Wegbegleiter war ein großes hölzernes Kreuz, dass von den Kindern und Jugendlichen als Symbol von Gemeinde zu Gemeinde getragen wurde. Die lutherische Gemeinde in Elsey lud ins Melanchthonhaus ein. Bei Tee, Kaffee und Gebäck konnten sich die Teilennehmer von den Anstrengungen des Weges erholen und sich austauschen. „Dieses Angebot wurde von vielen genutzt. Dieser Abend soll uns symbolisch an die Leiden Christi erinnern, gleichzeitig jedoch auch Vertrauen, Liebe, Hoffnung und Zuversicht spenden”, so Dreessen, der seinen Amtsbrüderm Dr. Thorsten Jacobi, Peter Bernshausen, Jörg Kröckert und Dieter Aufenanger teilnahm.

Mit auf den Weg nahm die Gruppe ein massives Holzkreuz, das sie aus dem Klosterviertel an die Yorkstraße wuchteten. „Das gemeinsame Tragen soll den Kontakt untereinander erleichtern”, so Rüping. Der diesjährige Jugendkreuzweg verstand sich als offene Veranstaltung. Das heißt, es konnte teilnehmen, wer Interesse hat. Nach dem gemeinsamen Marsch soll die Ökumene aber nicht einschlafen. Schließlich werden die Junge Kirche und die Kinder- und Jugendkirche den Ökumenischen Kirchentag vom 12. bis zum 16. Mai in München gemeinsam besuchen. Anmeldungen sind noch bis Ostern bei der Evangelischen Jugend ( 34 92 00) möglich.
 
 
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