 Der erste Termin des Oberbürgermeisters durchschritt am Donnerstag schwer bepackt die Rathauspforte. Mit einer braunen Ledertasche erschien Günter Krause pünktlich um 8.30 Uhr im OB-Büro und ließ sich wunderbar in Lautmalerei illustrieren. «Peng»! Schwungvoll liess Krause seine schwere Ledertasche auf die Holzdielen des OB-Büros sausen. Der Inhalt: Spendendosen, ihrerseits pickepackevoll mit Zaster. Rund 6500 Euro haben Aachener Musiker beim Benefizkonzert im Jakobshof für die Aktion «Aachen hilft Haiti» eingespielt.
Im Rathaus wurden die Spendenbüchsen voller Spannung geöffnet (v.r.n.l.): Organisator Günter Krause (Rufus Zuphall), Reno Schnell (Peter Sonntag Quartet), «Flo» (Jugendkirche Kafarna:um), OB Marcel Philipp und «Lü» (Jugendkirche Kafarna:um). Wir erinnern uns: Vor Wochen hatten stadtbekannte Musiker mit der Organisation eines Benefizkonzerts für die Erdbebenopfer von Haiti begonnen. Nach rekordverdächtigen anderthalb Wochen Vorbereitungszeit war dieses mit sieben Bands, darunter Günter Krauses eigenes Projekt Rufus Zuphall, sowie gut 250 Gästen im Jakobshof über die Bühne gegangen. Diese Bands stellten sich in den Dienst der guten Sache: Die Teilnehmer, Cosmoses, Somebody Wrong Bluesband, The XPerience, Ringo, Peter Sonntag Quartet und Rufus Zuphall. «A little help va Oche» hatte der bilinguale Veranstaltungstitel gelautet. «Knack», «klirr», «klimper», «raschel»: So hörte es sich an, als der Veranstalter gemeinsam mit Marcel Philipp, Gitarristin Reno Schnell vom Peter Sonntag Quartett sowie Lü und Flo von der Jugendkirche Kafarna:um die Spendendosen öffneten und den Inhalt zählten. Dazu - «kritzekratze» - ließ Peter Sellung von der Stadt seinen Stift über den Schreibblock sausen. «Da sieht man mal, was Onkel Dagobert für eine schwere Arbeit hat», scherzte Krause. 1350 Euro in Fünfzigern, 900 Euro in Zwanzigern, 590 Euro in Zehnern - von großen Scheinen bis zum Rotgeld war beim großen Kassensturz fast jede Euroeinheit vertreten. 4898 Euro und 73 Cent standen schließlich auf der Abrechnung. «Netto? Super!», freute sich Krause über die Großzügigkeit der Aachener Musikfreunde. Und weil bei dem Betrag 140 Euro aus einer Gitarrenauktion, 500 Euro aus einer Privatspende sowie 1000 Euro vom Pharmahersteller Grünenthal noch nicht eingerechnet sind, werden insgesamt sogar 6538 Euro und 73 Cent aus Aachen nach Haiti gehen. Wer das Konzert verpasst hat, darf auch gerne nachträglich noch spenden, stellt Günter Krause klar. Konto 7641, 39050000 Sparkasse Aachen. Stichwort: «Aachen hilft/A little help va Oche». |