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Jugendkirche verdankt Dr. Hans Hobelsberger viel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pierre roh / PT   
Montag, 1. Februar 2010
Dr. Hans HobelsbergerDr. Hans Hobelsberger, Referent für jugendpastorale Bildung bei der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der DBK (afj), wechselt zum 1. März 2010 als Professor für Pastoraltheologie an die Katholische Fachhochschule nach Paderborn. Er arbeitete seit 19 Jahren in der afj in Düsseldorf. Im Auftrag der bischöflichen Fachstelle hat er die Reflexion und Entwicklung der jugendpastoralen Arbeit bundesweit maßgeblich mitgeprägt. So hat er fortwährend Erkenntnisse aus der sozialwissenschaftlichen Jugendforschung aufgearbeitet und in die jugendpastorale Konzeptentwicklung einfließen lassen. Von seiner Forschungs- und Beratungsarbeit profitierten Initiatoren von Jugendkircheprojekten genauso wie Teilnehmer von Priesterfortbildungen.

Die konzeptionelle Arbeit des Referats für jugendpastorale Bildung prüft Leitbegriffe jugendpastoraler Konzepte und ordnet sie praktisch-theologisch ein. Dabei bezieht sie sich auf sozialwissenschaftliche, pädagogische und theologische Erkenntnisse und überführt aktuelle fachliche Impulse vordenkend in praxisbezogene Konzeptionen.

Durch Fachtagungen, Vorträge, Fortbildungen und in Publikationen werden Fragen der Theorie und Praxis kirchlicher Jugendpastoral bearbeitet. Vor allem Fachtagungen in Kooperation mit unterschiedlichen Trägern sind ein Weg, unterschiedliche Formen und Ansätze der Jugendpastoral miteinander ins Gespräch zu bringen und Jugendpastoral zu vernetzen.

 In Beratung und wissenschaftlicher Begleitung werden auf Anfrage Modellprojekte zur Weiterentwicklung der Jugendpastoral in den Diözesen und Verbänden unterstützt. Für den BDKJ wird die Geschäftsführung der Redaktionsgruppe zum Weltfriedensgebet wahrgenommen.
 


Zwei Themen stehen aktuell im Vordergrund der Referatsarbeit:
  1. Wie kann praktisch-theologisch Stellung genommen werden zu Theorien, Konzepten und Maßnahmen der Qualitätsentwicklung und –sicherung in Jugendpastoral und kirchlicher Jugendarbeit? Dabei sollen die bisherige Rezeption dieser Ansätze im jugendpastoralen Feld gesichtet, Erfahrungen evaluiert, Bedarf ermittelt und auf die Verhältnisse kirchlicher Jugendarbeit übertragbare Konzepte entwickelt werden. Dieser Schwerpunkt wurde gewählt, weil sich derzeit vielfach organisatorische Strukturen in Bistümern oder Verbänden wandeln. Ziel ist es, diesen Wandel zu begleiten, indem Konzepte erarbeitet werden, die unter geänderten strukturellen Voraussetzungen das Erreichen jugendpastoraler Zielsetzungen absichern.
  2. Wie wird Religion im Spannungsfeld zwischen alltäglicher Erfahrung und den durch Events erlebbaren Realitäten von Jugendlichen erfahren? Die 2002 in Anbindung an dieses Referat durchgeführte Studie "Religion zwischen Alltag und Event - am Beispiel des Weltjugendtages in Toronto 2002" wird zu diesem Zweck fortgeführt. Dieser Schwerpunkt wurde gesetzt, weil Events in der Jugendpastoral – nicht zuletzt durch die Ausrichtung des Weltjugendtags 2005 in Deutschland - an Bedeutung gewonnen haben. Welche Einstellungen jugendliche Teilnehmende diesen Veranstaltungen gegenüber haben, welche Motive sie zur Teilnahme bewegen und welche Relevanz Events für ihr Leben haben wird empirisch untersucht. Ziel ist es, für die Arbeit mit Events in der Jugendpastoral empirische Einblicke bereitzustellen und dadurch praxisorientierende Theorieentwicklung zu unterstützen.
Die Leiterin der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der DBK, Sabine Wißdorf, sieht den Wechsel Hobelsbergers mit einem weinenden und einem lachenden Auge: "Natürlich sind wir stolz, dass mit Hans Hobelsberger ein zweiter Kollege nach Andreas Büsch, dem ehemaligen Referent für Ministrantenpastoral, eine Professur übernimmt. Hans Hobelsberger hat verlässliche Brücken von der Theologie in die Lebenswelt junger Menschen geschlagen. Wir streben durch eine zeitnahe Wiederbesetzung der Stelle an, dieses Qualitätsmerkmal der Arbeit unserer bischöflichen Fachstelle verlässlich weiterzuführen."
 
Als Professor für Pastoraltheologie an der katholischen Fachhochschule NRW, Abteilung Paderborn, ist sein theologisches Themenfeld weit gespannt: Er wird die künftigen Gemeindereferent/-innen auf alle Aufgaben der pastoralen Arbeit in den Pfarrgemeinden vorbereiten. Mit seiner Option für junge Menschen wird er einen wertvollen Beitrag für die Weiterentwicklung der Pastoral leisten können.
 
Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der DBK ist die Fachstelle für Jugend der Deutschen Bischofskonferenz mit Sitz in Düsseldorf. Weitere Informationen unter: www.afj.de.
 
 
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