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Jugendkirche für Stadt notwendig PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pierre roh / PT   
Montag, 25. Januar 2010
Wer ist für 'ne Jugendkirche?Recht weltlich geht es bei der Stadtsynode der Evangelischen Kirche in Pforzheim zu, wenn es um die Finanzen geht. In einer sechsstündigen und teils kontrovers geführten Sitzung wurde der Doppelhaushalt 2010 und 2011 beraten. Bei der geplanten Jugendkirche Pforzheim sind sich die Synodalen zumindest einig, dass eine derartige Einrichtung für die Stadt notwendig ist.
 
Gegenüber dem Haushalt von 2009 mit einem Gesamtvolumen von 19 Millionen Euro wird für dieses Jahr mit 25 Millionen Euro und für 2011 mit über 21 Millionen Euro geplant. Nicht zur Diskussion steht dabei die Hauptposition: Pro Jahr wird mit zehn Millionen Euro allein für die Kindertagesstätten gerechnet. Umfangreicher Beratungsbedarf besteht hingegen beim Haushaltsposten Kirchenmusik, für den wie schon in den Vorjahren auch im neuen Doppelhaushalt pro Jahr rund 300 000 Euro für Kantorate, Organistendienst, Ensembleleitung und Sachkosten eingestellt sind.

Hier wird vor allem um eine transparente Darstellung des Finanzierungsflusses der vielseitigsten Art gestritten, die nun mit einem neuen Kirchenmusikkonzept auf den Weg gebracht werden und am 1. Januar 2011 in Kraft treten soll. Im "funktionierenden Arbeitsfeld Kirchenmusik", so Dekan Hendrik Stössel, soll einerseits die Vielfalt der Musik und andererseits die selbstständige Gestaltungsmöglichkeit in den Pfarrgemeinden garantiert werden. Recht konträr argumentiert wird bei der Verteilung der Finanzen im Wechselspiel von klassischer und populärer Musik, bei dem im Rahmen einer angestrebten Verteilungsgerechtigkeit noch weiterer Beratungsbedarf besteht.

Bei der geplanten Jugendkirche Pforzheim sind sich die Synodalen einig, das eine derartige Einrichtung für die Stadt notwendig ist. Allerdings muss noch detaillierter geklärt werden, wofür Geld benötigt wird. Als erstes fallen Personalkosten für einen neuen Jugenddiakon an, weitere Finanzen sollen für Technik und   Jugendkirche Pilotprojekt für die Goldstadt bereitgestellt werden. So will die Stadtsynode als Anschubfinanzierung 30 000 Euro aus den Rücklagen in die Hand nehmen, um die möglichen Fördermittel bei der Landeskirche beantragen zu können.

Nicht beschlossen werden konnte die neue Geschäftsordnung der Stadtsynode, die nun in einer Sondersitzung im März diesen Jahres weiter beraten werden soll. Mehrheitlich einig hingegen waren sich die Synodalen bei der Wahl des neuen Vorsitzenden: Norbert Echle, Leiter des städtischen Amts für Öffentlichkeitsarbeit, Rats- und Europaangelegenheiten, wird auch weiterhin die Geschicke der Stadtsynode lenken.
 
 
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