In neuem Glanz erstrahlt nun die Tuninger St. Anna-Kirche: Gestern wurde das komplett renovierte Gotteshaus offiziell eingeweiht. Bis auf den letzten Platz gefüllt, die Tuninger aber auch zahlreiche Besucher aus den Gemeinden der Seelsorgeeinheit waren gekommen um diesen festlichen Tag zu begehen. "Komm bau ein Haus", mit diesem Lied wurde der Festgottesdienst passend eröffnet und Pfarrer Stefan Werner als auch Erna Hauser, die Vorsitzende der Tuninger Kirchengemeinde hatten auch allen Grund, zu strahlen.
Das besondere an diesem Tag war nicht nur der Gottesdienst, welcher Musikalisch durch das Musikteam von Spirituanna und den Kirchenchor geschmückt wurde. Das gemeinsame Mittagessen, bei welchem aus sieben verschiedenen Suppen gewählt werden konnte und die anschließende Kirchenbegehung kamen bei allen Besuchern eben so gut an.
Die innere Motivation und Anliegen für die Jugendkirche Spirituanna ist es, Jugendlichen einen Ort zu geben, wo sie ihren Glauben leben können, Feste feiern. Den Schwerpunkt soll dabei das Feiern von Gottesdiensten sein. "Unser Anliegen ist es, das kirchliche und spirituelle Profil der Jugendarbeit zu stärken (ohne dabei 'weltliche' Feiern zu vernachlässigen). Außerdem ist es uns wichtig, dass Spirituanna eine Kirche von Jugendlichen für Jugendliche ist."

Auch der äußere Rahmen hat für die Jugendkirche in Tuningen gesprochen: die Renovation von St. Anna, die Gestaltung des Außengeländes bei der 72-Std.-Aktion und die Tatsache, dass der JuKi-Koordinator Hans-Jürgen Veit im Rahmen seiner Ausbildung ein Projekt auf die Beine stellen darf. Die Jugendkirche verbindet hier das, was im Rahmen des Erlaubten liegt und viele Jugendliche wollen.
Im Laufe der Bauarbeiten hatte sich die Renovierung zur "Chefsache" entwickelt, da Pfarrer Stefan Werner zusammen mit dem Architekten so manch gute Idee ausheckte, welche dann auch die Kirchengemeinderäte überzeugten. "Wenn nicht jetzt, wann dann?" Das war schließlich die positive Überzeugung des Kirchenrates und man habe nicht nur eine neugestaltete Kirche geschaffen, sondern sowohl durch die Eigenleistungen als auch durch zahlreiche Sitzungen ein neues Gemeindebewusstsein geschaffen.
Hell und einladend wirkt nun der Innenraum, seitlich geprägt von schlichten Stehlen mit Kerzen, Lichteffektmöglichkeiten und einer flexible Raumgestaltung. Das Symbol des Kreises als Sinnbild der kirchlichen Einheit wiederholt sich immer wieder, so die Altarinsel, der runde Lichterkranz und die halbrunden Bänke.
Wie schon Kardinal Meissner in einem seiner Bücher schreibt, prägen Bildelemente das innere Bewusstsein und so bleibt die Besonderheit der neuen Tuninger Kirche auch in den Köpfen der Kirchenbesucher hängen. Steffen Halder erläuterte den Gästen die Überlegungen und er hat während der Bauphase die Tuninger auch als Kirche mit viel Potenzial kennen und schätzen gelernt.
Bürgermeister Jürgen Roth überreichte einen symbolischen Scheck der Gemeinde Tuningen über 10000 Euro, er sieht dieses Geld auch gut angelegt. Annette Britsch als Vertreterin der evangelischen Kirche lobte die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen den Kirchen, wie auch Pastor Hans Weisenberger von der evangelisch methodistischen Kirche.
Die Kosten waren erheblich und die Kirchengemeinde hat durch die Gemeindespende und Personenspenden als auch durch die "Talenteaktionen" mit 21000 Euro bereits ein Großteil der erforderlichen Eigenmittel von 35000 Euro zusammen. Gerade bei der Talenteaktion war eine ansteckende Begeisterung zu spüren.
Auch die Präsentation über die 72 Stunden Aktion, mit welcher das Projekt Jugendkirche begann, den Umbau der Kirche und die in Zukunft geplanten Events von Spirituanna weckte das Interesse der Anwesenden. Im Anschluss an den Festgottesdienst wurde sowohl im Gemeindehaus als auch im Kindergartengebäude mit einem Suppenbuffet sowie Kaffee und Kuchen kräftig gefeiert. Nun hofft das JuKi-Team, dass auch in Zukunft alle Gottesdienste, sowie das Jahresprogramm von Spirituanna großen Anklang finden.