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Jugendkirche "... im Aufbruch" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pierre roh/PT   
Dienstag, 5. Januar 2010
Viel Freude über den Kirchenumbau und eine gute Zusammenarbeit: Die ersten Wochen der Jugendkirche LUX in der evangelischen Gemeinde St. Lukas sind gut gelaufen.  LUX – hinter diesen drei Buchstaben verbirgt sich die erst Jugendkirche Bayerns, die am ersten Adventswochenende die Türen zu ihrem neuen Domizil in Nürnberg öffnete. Mit einem klaren Bekenntnis zu jugendgemäßen Formen des Gottesdienstes und der bayernweit ersten 'richtigen' Jugendkirche "LUX" hatte der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich dem neuen Projekt seinen Segen gegeben.

Mit einem Lichter-Gottesdienst ließ das Team der neuen Jugendkirche LUX kürzlich ein anstrengendes Jahr ausklingen. In den letzten zwölf Monaten war die sanierungsbedürftige St. Lukas-Kirche eine Dauer-Baustelle. Erst nach einem strammen Endspurt konnte der Zeitplan eingehalten und die erste Jugendkirche in Bayern noch zur Adventszeit mit einem großen Paukenschlag eröffnet werden.

Ruhig und beschaulich war dagegen die "Night of Lights". An die hundert Jugendliche feierten zusammen – wesentlich mehr, als das Team um Pfarrer Tobias Fritsche und Jugendreferentin Daniela Mailänder erwartet hatte. Das Projekt ist sehr gut angelaufen und die Aktiven sind zufrieden. Einen eigenen Weihnachtsgottesdienst für Jugendliche wird es dieses Jahr aber noch nicht geben. Die Vorbereitungen für die große Eröffnung und die ersten Wochen Betrieb haben die personellen Kapazitäten ziemlich überstrapaziert. "Nächstes Jahr wird mehr drin sein", versprechen Daniela Mailänder und Tobias Fritsche.

An Heiligabend stand die Lukaskirche somit gänzlich der "alten" Gemeinde zur Verfügung, die schon allein aus Platzgründen nicht im Gemeindesaal feiern kann. Dort finden gerade mal 60 Gläubige Platz, was unter dem Jahr ausreichend ist, nicht aber an Weihnachten.

Viele wollten einfach mal sehen, was aus der Kirche geworden ist, glaubt Pfarrerin Sonja Straub. Und wer, wie so viele, nur an Weihnachten den Gottesdienst besucht, dürfte überrascht gewesen sein, wie sich ihr Gotteshaus doch verändert hat - hin zum Positiven. Denn die aufwändig sanierte Kirche, Baujahr 1963, ist wieder ein Schmuckstück geworden. Kalte Füße wie früher wird es auch nicht mehr geben.

Pfarrerin Straub freut sich auf noch viele Gottesdiensterlebnisse im modernisierten Kirchenraum mit Fußbodenheizung und hofft auf eine schöne Möglichkeit für die Gemeindemitglieder, ihre Kirche neu zu erleben. Zwar wurde der Mittelpunkt des Gotteshauses um Altar, Kruzifix und Taufstein kaum verändert, aber die beeindruckende Licht- und Tonanlage, sowie der Anbau, dürften für Aufsehen gesorgt haben und auch weiterhin sorgen.

Gerade für die anstehenden Schulgottesdienste ist die Kirche attraktiver geworden. "Da wollen wir mit dem Raum und unseren technischen Möglichkeiten punkten", sagt Daniela Mailänder. "Es sind oft nur Kleinigkeiten, die sehr gut ankommen." So müssen die Lehrer jetzt keine Liederblätter mehr kopieren, weil sie die Texte an die Wand projizieren können. Pfarrerin Straub freut sich aber auch darauf, bei den Weihnachtsgottesdiensten mal wieder die "alte" Orgel in Betrieb nehmen zu können.

Obwohl Zustimmung und sogar ein wenig Stolz auf die neue Gestalt und Funktion "ihrer" Kirche bei den Anwohnern am Nordostbahnhof zu überwiegen scheinen, sind längst nicht alle Gemeindemitglieder Feuer und Flamme für das millionenschwere Großprojekt LUX. "Es gibt durchaus Menschen, die sehr kritisch sehen, dass soviel Geld investiert wurde", weiß Straub.

Jugendpfarrer Fritsche hat ebenfalls schon Gegenwind gespürt: "Da ist zum einen die emotionale Bindung der Gemeindemitglieder, die ihre Kirche hergegeben haben." Die Kritik habe aber auch damit zu tun, dass sich kirchenpolitisch etwas ändert. "Die Frage ist ja, wie stellt sich die Kirche in den nächsten Jahren dar – und die Jugendkirche ist gut geeignet, diese Diskussion zu führen."

Bei den Verantwortlichen sieht man der gemeinsamen Nutzung der Kirche gelassen entgegen und das LUX-Team möchte die Gemeinde St. Lukas sogar ermutigen, ihre Gottesdienste öfter in der großen Kirche zu feiern. Pfarrerin Sonja Straub sieht trotz einiger Einschränkungen, die für St. Lukas entstanden sind, LUX als große Bereicherung für die Gemeinde und lobt die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Jugendkirchen-Team.

zu diesem Thema →  LUX strahlt, die Jugendkirche leuchtet

 
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