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Mobil und evangelisch - Jugendkirche in Baden |
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Geschrieben von pierre roh
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Dienstag, 1. Dezember 2009 |
"Junge Leute auffangen", ihnen eine Beschäftigung geben, eine Perspektive – das wolle sowohl die Jugendkirche als auch neuerdings verstärkt nach vielen Jahren der Ignoranz die Gemeinden selbst. Möglichkeiten erkunden, wie Gemeindemitglieder verstärkt an der Gottesdienstgestaltung beteiligt werden können und Wege sollen gesucht werden, Jugendliche an die Kirchengemeinde zu binden. Dabei stoßen gerade ländliche Gemeinden auf viele Probleme. Weil die Jugendarbeit dort oft nicht zum gewünschten Erfolg führe, habe das Jugendwerk die Idee der mobilen Jugendkirche entwickelt. Sie setzt auf die flächendeckende Zusammenarbeit der Nachbargemeinden.
Die evangelische Kirche ist auf einem guten Weg ihre Finanzen wieder in den Griff zu bekommen. Dies wurde bei der Tagung der Stadtsynode am Samstag im Tuniberghaus in Tiengen deutlich. Zwar habe man im Jahr 2008 auch "von der Substanz gelebt", doch sei die Entnahme aus den Rücklagen um 28 000 Euro geringer ausgefallen als geplant, berichtete Jörg Frenzel.
"Wir haben zwar jetzt wieder ein bisschen Speck auf den Rippen, doch die Aussichten sind nicht rosig", schränkte Frenzel ein. Die Synode verabschiedete den Haushaltsplan 2010/11 mit einem Volumen von jeweils 6,8 Millionen Euro an Einnahmen und Ausgaben. Die Budgetierung der Pfarrgemeinden und der einzelnen Arbeitsfelder sei die "richtige Maßnahme zum richtigen Zeitpunkt" gewesen, so Frenzel. Dennoch könne man sich im kommenden Jahr auf einige Einweihungs- und Eröffnungsfeste freuen.
Das neue Pfarramt der Nordpfarrei werde fertiggestellt, der Bürgertreff an der Melanchthonkirche wird 2010 eingeweiht und andere Projekte werden ebenfalls abgeschlossen oder neu begonnen. Frenzel betonte dass besonders im Kindergartenbereich erheblich investiert werde. Zwar sei man auf die Stadt Freiburg angewiesen, hier laufen die Verhandlungen, doch würde jeder fünfte Kirchensteuer-Euro in den Kleinkindbereich fließen, pro Haushaltjahr seien dies 500 000 Euro.
Dekan Markus Engelhardt erläuterte, dass es für das geplante "Haus der Evangelischen Kirche" zurzeit nur eine "relativ unrealistische Aussicht" gibt. Denn für ein Objekt in der Kaiser-Joseph-Straße könne nach entsprechenden Sanierungsmaßnahmen eine Miete nicht finanziert werden. Zwar gebe es noch eine winzige Chance für die genannten Planungen, man sei jedoch auch auf der Suche nach anderen Mietobjekten, "entweder unter einem oder unter verschiedenen Dächern".
Mehr als 2000 Kinder und Jugendliche kämen in verschieden Verbänden, Gemeinden und Veranstaltungen innerhalb der Evangelischen Jugend zusammen, berichtete Sonja Klenk vom Jugendwerk, das ein Konzept zur "mobilen Jugendkirche" entwickelt. Laut Schuldekan Manfred Jeub ist der Religionsunterricht "gestärkt aus den Bildungsplanungen der letzten Jahre hervorgegangen".
Schließlich wählte die Synode die gemeindlichen Mitglieder des neuen Stadtkirchenrats, der ab 1. Januar seine Geschäfte aufnehmen und zwischen den Tagungen der Stadtsynode die Geschäfte der Evangelischen Kirche führen wird.
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