 Die Jahresköste der Kaufmannschaft Rostocks spendet in jedem Jahr für einen sozialen oder kulturellen Zweck eine erhebliche Summe. "In diesem Jahr sind es 35 000 Euro", sagt Rechtsanwalt und Kösten-Öllermann Norbert Wendt. Der Vorstand traf sich gestern zu einer Sitzung in dem Gotteshaus am Alten Markt. Zweck der Jahresköste ist neben der Kontaktpflege der maximal 125 Mitglieder untereinander die Förderung des Wirtschaftsstandortes Rostock, die Pflege und Erhaltung von Kulturwerten sowie die Unterstützung von sozialen Aufgaben in der Hansestadt Rostock.
In diesem Jahr fließen nun 35 000 Euro in den geplanten Umbau des Gustav-Adolf-Saales der Petrikirche. "Damit fassen wir gleich zwei große Bereiche zusammen, Kultur und Soziales", sagt Rechtsanwalt Fabian Rüsch, der in der Jahresköste momentan der erste Schenke ist. Der Jurist begründet diese Entscheidung: "In diesem Saal arbeitet die Jugendkirche, dort ist der Fußboden und die Heizung mit den alten DDR-Nachtspeicheröfen langsam nicht mehr ausreichend." Das soll möglichst bald verbessert werden. Damit die Jahresköste auch gut über das Projekt informiert wurde, gab es gestern eine Führung für die Vorstandsmitglieder durch Reinhard Wegener, Vorsitzender des Fördervereins von St. Petri. "Wann die Bauarbeiten starten können, wissen wir noch nicht, erst müssen wir das Geld der benötigten Summe zusammen haben", sagt Architektin Sabine Herbert, die schon mehrere Bauetappen in St. Petri geplant und hinsichtlich der Umsetzung betreut hat.
Insgesamt wird eine Summe von etwa 70 000 Euro benötigt.
Anstelle der herkömmlichen Öfen wird eine Gastherme geplant. Außerdem ist der Fußboden ungenügend für die Nutzung. Regelmäßig arbeitet hier zum Beispiel die Jugendkirche. "Es ist wirklich kalt und ungemütlich, man muss immer dick angezogen sein, wenn man sich hier trifft", sagt Sylvi Holtz vom Jugendkirchenrat. "Wir freuen uns, wenn es hier irgendwann eine bauliche Verbesserung gibt", sagt Andreas Braun, Leiter des Stadtjugendpfarramtes, der in seinem Amt die Jugendkirche mit betreut.
Geplant ist ein Untergrund aus Gussasphalt-Estrich. Darauf soll Hirnholzparkett verlegt werden, was für große Stabilität sorgt. Außerdem ist als nächstes Etappenziel der Einbau eines hydraulischen Aufzuges vorgesehen. "Erst wenn der da ist, können Senioren, Menschen mit Rollstühlen oder Mütter mit Kinderwagen in den Saal gelangen", sagt Architektin Sabine Herbert. Für dieses Vorhaben seien allerdings weitere 25 000 Euro nötig.
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