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Ökumenische Jugendkirche entzündet 1000 Lichter |
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Geschrieben von pierre roh
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Montag, 16. November 2009 |
 In 54 deutschen Städten leuchteten am Samstag "eine Million Sterne". Auch in Schwäbisch Gmünd. 15 Jugendliche aus verschiedenen Caritas-Gruppen hatten die dritte Sterne-Aktion geplant und vorbereitet. Mit den großen und kleinen Lichtermännchen, die sich an den Händen fassen, setzten sie ein Zeichen für Solidarität. Das Wort Licht buchstabierte der evangelische Dekan Immanuel Nau als Liebe, Christus und Tür. "Nehmen wir Christus als Tür, um den Menschen Licht zu bringen", damit rief er die fast 100 Menschen auf, die noch lückenhafte Menschenkette aus großen weißen Lichtern zu schließen.
Jede Kerze eine Spende für Gmünder Familien in Not, jedes Licht für einen Menschen in schwieriger Lebenslage. In der Mitte leuchtete ein rotes Wir. Der Parkplatz vor dem Franziskaner gab die würdige Kulisse für das schnell wachsende Kerzenmeer. Die flackernden Lichter vereinten sich mit den Lampen an den Rollstühlen, den erleuchteten Fenstern der Beratungsstellen und sogar dem Sternenhalsband eines Hundes. So hatte sich die 17-jährige Julia Wagenhals wahrscheinlich Solidarität vorgestellt, als sie die Idee der Lichtmännchen hatte. Sie wachte darüber, dass keine Kerze ausging, als der Regen einsetzte. Alle halfen schnell mit, die Deckel aufzusetzen. Bevor die Band der Jugendkirche musikalische Sterne leuchten ließ, erklärte Koordinatorin Rabea Krumm, wo geholfen werden soll: "Wir wollen Menschen befähigen, ihr Leben zu meistern." Die Idee ist die Einrichtung eines Notfonds, aus dem unkompliziert und unbürokratisch Familien finanziell unterstützt werden, wenn sie in Krisensituationen geraten. Hilfe ist auch möglich, wenn etwa durch die Geburt eines Kindes oder die Einschulung die finanzielle Belastungen zu groß ist. Auf der anderen Seite sollen parallel zur schnelle Hilfe Ehrenamtliche für ihre spezielle soziale Tätigkeit geschult werden. Die Stiftung Haus Lindenhof war mit einer Gruppe von Menschen mit Behinderung bei der Eröffnung dabei. Helferinnen und Helfer aus zahlreichen Jugendgruppen zeigten Solidarität beim Verkauf von Punsch und Leckereien. Am späteren Abend waren es einige hundert Sterne in Schwäbisch Gmünd, die ein Zeichen setzten für selbstbestimmte Teilhabe, Würde und Gerechtigkeit. |