Die Aufstellung des Haushaltes sei nicht leicht gewesen. "Die Finanz- und Wirtschaftsentwicklung hat sich im letzten Jahr so dramatisch verschlechtert, dass immer wieder neue Schätzungen für das Kirchensteueraufkommen vorzunehmen und die Ergebnisse in die Planung einzuarbeiten waren", sagte Ekke-Heiko Steinberg (Baden-Baden), Vorsitzender des Finanzausschusses.
Kooperation Jugendarbeit und SchuleDieses Projekt soll sich den veränderten Bedingungen an Schulen annehmen. Durch den Ausbau der Ganztagsschulen und das achtjährige Gymnasium verbringen Schülerinnen und Schüler immer mehr ihrer Zeit in der Schule.
"Jugendarbeit muss auf die Orte zugehen, an denen Jugendliche als Schüler die meiste Zeit verbringen", sagte Pfarrer Michael Dahlinger (Hockenheim), Mitglied des Bildungs- und Diakonieausschusses in seinem Bericht über die Beratungen.
An zehn regional verteilten Modellstandorten sollen nun beispielsweise Schülerbibelkreise an der Schule, gemeinsame Theaterprojekte oder Aufbaufreizeiten in der kirchlichen Partnergemeinde errichtet werden.
Projekt Jugendkirchen Unter dem Titel "Jugendkirchen in Kirchenbezirken" sollen weitere Projekte jugendnahe geistliche und jugendkulturelle Angebote entwickeln. "Jugendkirchen sind derzeit in Deutschland ein konfessionsübergreifend bedeutendes Thema", so Landesjugendpfarrer Thomas Schalla.
Die bereits bestehenden JuKis sind nicht dafür angelegt, wie vielfach fälschlicherweise behauptet, sich eigene Glaubensgrundsätze mit eigenen Realitäten zu schaffen. Jugendkirchen signalisieren nicht nur, dass eine grössere Spezifikation der Kirchen erfolgen kann, sondern auch das Bestreben, sich innerhalb der Gemeinden zu bewähren.
Für neue Jugendkirchen in zwei bis drei Kirchenbezirken wurden von der Landessynode Mittel bewilligt. Die Jugendkirchen, die auf Ebene der Kirchenbezirke arbeiten, sollen auch neue Impulse für die Kinder- und Jugendarbeit in den Kirchengemeinden geben.
Die Jugendkirche (JuKi) kann in enger Zusammenarbeit mit den Lehranstalten, Erziehungsberechtigten und in erster Linie mit der Jugend selbst die Welt für Heranwachsende beschreiben, für sie Zusammenhänge schaffen und erklären, ihnen helfen, Fakten und Ereignisse einzuordnen.
Die JuKi kann Jugendlichen Ängste nehmen und Hoffnung machen; sie kann Jugendliche unterstützen, sich eine eigene Meinung zu bilden; und schliesslich kann sie die christlichen Jugendlichen erfreuen und unterhalten. (siehe auch →
Ja zur Jugendkirche)Unterstützung von Jugendlichen mit psychisch erkrankten Eltern Statistisch gesehen sind im Umfeld jeder badischen Kirchengemeinde etwa 153 Erwachsene in psychiatrischer Behandlung. Für die Not der Familienangehörigen – insbesondere für die Kinder Betroffener – gebe es kaum Hilfsangebote, berichtete Professorin Renate Kirchhoff (Freiburg), Mitglied des Bildungs- und Diakonieausschusses.
Das Projekt "Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit psychisch erkrankten Familienangehörigen" wende sich jenen "vergessenen Kindern" zu. Als Projekt mit Modellcharakter sollen an fünf Orten mit unterschiedlichen regionalen Bedingungen spezifische Vorortprojekte durchgeführt werden.
Dabei gehe es darum, mit den Angehörigen von psychisch Kranken Kontakt aufzunehmen, Kirchengemeinden für Probleme der psychisch Erkrankten zu sensibilisieren und ein spezifisches Vorort-Angebot für Kinder psychisch kranker Eltern zu entwickeln.