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Jugendkirche in Wedau erfährt weitreichende Unterstützung |
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Geschrieben von pierre roh
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Dienstag, 13. Oktober 2009 |
 Pfarrer Roland Winkelmann ist "neuer Chef" aller katholischen Gemeinden im Duisburger Süden. "Ich bekomme jetzt ein Sternchen mehr" witzelt Winkelmann, der nun als Pfarrer für die Grosspfarrei St. Judas Thaddäus, zu der alle sechs Gemeinden des Duisburger Südens gehören, verantwortlich zeichnet und ist sich der schwierigen Aufgabe gerade auch in der Jugendarbeit bewusst: "Man muss es schaffen, die jungen Leute nach der Firmung weiter für die Kirche zu interessieren." Aus diesem Grunde will er die JuKi in St. Joseph in Wedau unterstützen. Am Samstag, dem 3. Oktober wurde er in der Vorabendmesse in der Pfarrkirche in sein Amt eingeführt.
Damit wandern die schrillen Portraitfotos, die Winkelmann im Andy-Warhol-Stil zeigen und die Jugendliche aus Essen-Burgaltendorf dem damaligen Kaplan zum Abschieds aus ihrer Gemeinde geschenkt haben, mal wieder in den Umzugskarton. Die letzten neun Jahre hat Roland Winkelmann in Mündelheim verbracht. Die Gemeinde verabschiedete ihren Pastor am Wochenende mit einem Erntedank-Gottesdienst auf den Holtumer Höfen. Ein bodenständiger Gottesdienst - so wie es wohl der Persönlichkeit Winkelmanns entspricht.
Er ist kein Freund allzu grosser Worte, obwohl die Verkündigung des Gotteswortes zu seiner Profession gehört. Die Sprache hat den gebürtigen Duisburger schon immer interessiert. "Ursprünglich wollte ich mal Dolmetscher werden." In der Oberstufe entschied sich der Pennäler, Jahrgang '64, dann doch für die Theologie. Konsequent absolvierte er seinen Weg: Studium in Bochum und Trier, 1990 Priesterweihe und die erste Kaplanstelle in Essen-Burgaltendorf.
Was hat ihn in seiner Mündelheimer Zeit besonders beeindruckt? "Erst einmal die Kirche selbst. Eine 800 Jahre alte romanische Kirche findet man im Ruhrgebiet nicht oft", erzählt der Pfarrer. Und persönlich? "Die hervorragende Zusammenarbeit der Gemeinden Mündelheim und Serm". Auch das sei durchaus selten. Wenn zwei Gemeinden zusammengelegt werden, mache sich oft ein ausgeprägtes Kirchturmdenken breit.
Was hat er sich in seiner neuen Funktion in Buchholz vorgenommen? "Man muss es schaffen, die jungen Leute nach der Firmung weiter für die Kirche zu interessieren", so Winkelmann. In seinem Einzugsbereich wohnen "moderne Performer", aber auch "Traditionsverwurzelte" und Angehörige anderer Milieus. "Mir ist bewusst geworden, dass ich eigentlich in jeder Gemeinde etwas anbieten müsste, um das jeweilige Hauptmilieu, das dort vorhanden ist, anzusprechen". Obwohl selber "voll guten Willens" weiß Winkelmann, dass es nahezu unmöglich ist, diese Vorstellungen in die Praxis umzusetzen.
"Das würde die Kapazitäten einer ganz normalen Gemeinde überschreiten, für jede Gruppe etwas machen zu wollen." Er stellt sich vor, dass Hilfe von zentraler Stelle kommen könnte, etwa von gemeindeübergreifenden Angeboten. Auch aus diesem Grunde will er die Jugendkirche (JuKi) in St. Joseph in Wedau unterstützen, und er hofft, "dass genug Zeit für die Gemeindearbeit bleibt und die Verwaltung und Konferenzen nicht überhandnehmen"."Wir sehen die Jugendkirche als einen Hotspot, wo Jugendliche vorbeikommen können, sich etwas ansehen, mitmachen, aber auch wieder wegbleiben können. Uns ist bewusst, dass wir, wie die Dienstanbieter der Hotspots, mit anderen Angeboten konkurrieren."
Der Gemeinderat stellte die Konzeption der Jugendkirche Ende September vor:
Hier soll die begonnene Arbeit an dem JuKi-Projekt fortgesetzt und ein Treffpunkt für Jugendliche aus dem ganzen Duisburger Süden etabliert werden. "Natürlich auch, wenn Pfarrer Fey im November geht", erklärt Pfarrer Winkelmann. Schon jetzt findet jeden letzten Sonntag im Monat um 18 Uhr in der Wedauer Kirche am Kalkweg ein Jugendgottesdienst statt.
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