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Jugendkirche, Ideenmesse und 111 gute Ideen! |
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Geschrieben von pierre roh
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Mittwoch, 16. September 2009 |
 Die Evangelische Kirche in Hessen Nassau (EKHN) erwartet mehr als 3000 Teilnehmer zum ersten Kirchenvorstandstag am Samstag, 19. September, in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen. Der Kongress "Lust auf Gemeinde" sei als Ideenmesse und "Motivationsschub" für Haupt- und Ehrenamtliche aus 1200 Kirchengemeinden gedacht, sagt Kirchenpräsident Volker Jung. Die "Sichtbarmachung" des Engagements solle die Kongressbesucher inspirieren und "der depressiven Grundstimmung entgegenwirken". Innovative Projekte aus Kirchengemeinden und neue Ideen kirchlicher Arbeit, die wesentlich auf Ehrenamtlichkeit basieren, sollen im Mittelpunkt einer Ideenmesse, Teil des Kirchenvorstandstags, stehen. Da sollte die Jugendkirche nicht fehlen.
Die Idee für den ersten Kirchenvorstandstag von der Basis: Die Initiative G, in der sich vor drei Jahren Synodale zusammengefunden haben, um Ideen der Gemeindearbeit auszutauschen, regte den Kongress bei der Kirchenleitung an. Die Initiative hatte bereits im Oktober 2007 zu einer Ideenmesse in Bad Vilbel eingeladen, die 500 Ehrenamtliche besuchten. Die EKHN lässt sich den Kirchenvorstandstag 120 000 Euro kosten. Ob der Kongress künftig regelmässig wiederholt wird, ist laut Kirchenpräsident Jung noch unklar: "Das ist ein Pilotprojekt".
Schwerpunktthema wird die Weiterentwicklung des Konfirmandenunterrichtes sein. So zeigt etwa Pfarrer Alexander Janka aus Nieder-Ohmen in einem Seminar Wege, wie der Unterricht erlebnispädagogisch aufgepeppt werden kann - und dann weniger dem Schulalltag ähnelt. "Wir brauchen motivierende Konfirmandenarbeit", sagt auch der Probst für Südnassau, Sigurd Rink. Immerhin besuchten 90 Prozent der getauften Protestanten im Alter von 14 Jahren den Konfirmandenunterricht.
"Da sind wir stark", sagt der Probst. Was freilich auch an den Geschenken liege, wie er einräumt. Ziel müsse es sein, mehr junge Leute langfristig etwa für die Jugendarbeit der Kirche zu begeistern und zum Mitmachen zu motivieren. Ein Weg stellt sicher die Jugendkirche dar, um die Jugendlichen in ihrer Sprache, ihrem Umfeld und ihrer Kultur anzusprechen.
In vier weiteren Themenbereichen des Kongresses geht es darum, wie Kirchenvorstände andere zum Mitmachen motivieren oder Gottesdienste gestalten können, wie Gemeinden zu leiten und Gesellschaft aktiv zu gestalten ist. Insgesamt stehen mehr als 200 Veranstaltungen und Angebote im Programm - von Ausstellungen und Diskussionen bis hin zur Wahl des besten Kirchenprojektes, das mit dem Innovationspreise 2009 ausgezeichnet werden soll. Welche Projekte innerhalb der evangelischen Kirche möglich sind, erfahren die Kongressteilnehmer bei der Ideenmesse in Halle 8, wo mehr als 90 Gemeinden ihre Arbeit vorstellen.
Die Ideenmesse wird Teil des Kirchenvorstandstag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sein. Zur Teilnahme an der Ideenmesse und zur Anmeldung der Präsentation gelungener Beispiele ruft die EKHN ihre Gemeinden und Initiativen seit Monaten auf. Bei der Ideenmesse wird auch der 'Innovationspreis 2009' als Publikumspreis und ein Sonderpreis der Kirchenleitung der EKHN zum Schwerpunktthema des Kirchenvorstandstags, der 'Konfirmandenarbeit', verliehen. Diese Preise sind mit insgesamt 8.000 Euro dotiert. Hier finden Sie das Programm im Überblick:
Flyer → Ideenmesse - 111 gute Ideen! (PDF) → Zur Programmübersicht Bischof Axel Noack zum Thema 'Lust auf Gemeinde und Kirche' "Der Kirchenvorstandstag steht unter dem Titel "Lust auf Gemeinde" und richtet sich an alte und neue Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher, an Kandidierende der Kirchenvorstandswahlen im Juni 2009 und an andere haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende der EKHN. Hauptreferent ist Bischof Axel Noack, Bischof in Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Sein Thema ist: "Lust auf Gemeinde und Lust auf Kirche". Bis zu 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden erwartet.
"Die Ideenmesse auf dem Kirchenvorstandstag soll den Blick auf gute Beispiele von Gemeindearbeit lenken und eine Ermutigung zur Teamarbeit sein", sagt Oberkirchenrätin Christine Noschka zum Konzept. Sie bittet Gemeinden, Beispiele ihres Engagements darzustellen, die "einladend, offen und missionarisch" sind und die "evangelische Kirche in die Gesellschaft hinein vernetzen". Wörtlich sagte Noschka: "Erprobte Modelle und neue Ansätze, die alle auf eigenen praktischen Erfahrungen der ausstellenden Gemeinden aufbauen, machen Mut, selbst Neues auszuprobieren."
In der Einladung zur Ideenmesse heißt es: "Machen Sie mit: Auf der Ideenmesse können Sie gute Beispiele aus der Arbeit Ihrer Gemeinde darstellen und sich mit anderen Kirchengemeinden austauschen. Präsentieren Sie Ihr Projekt mit einem Infostand. Zeigen Sie Neues und Innovatives. Wir suchen 111 gute Ideen!" Als Beispiele werden unter anderem genannt: Benachbarte Gemeinden veranstalten ein gemeinsames Tauffest. Oder: Ein Dekanat verteilt an Pendler an den Bahnhöfen einer Bahnstrecke Kaffee und ein geistliches Wort auf den Weg."
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