Er sieht die JuKi als Chance an, die Jugendlichen an den Orten anzusprechen, wo sie sich aufhalten, nämlich am Barfüsserplatz, am Rheinufer, an den Bahnhöfen, bei Fussballspielen. Ziel einer JuKi sei es nicht, möglichst viele Jugendliche als Kirchengänger zu gewinnen, sondern die Jugendlichen für Sinn und Lebensfragen sensibilisieren. "Das Reich Gottes ist überall, nicht nur in einer Kirche", betont Moosbrugger.
Die erste zweijährige Vorprojektphase von 2006 bis 2008 wurde von der katholischen Kirche BaselStadt initiiert und finanziert. Ziel war es, Erfahrungen mit Aktionen mit Jugendlichen zu sammeln und ein Modell einer ökumenischen JuKi zu entwickeln. An der →
Euro 08 war dies beispielsweise die Aktion "Wunschschiff". Über die Wünsche zur Euro 08 wurden Brücken zu anderen Lebenswünschen geschlagen.
2007 installierte die JuKi in der DonBoscoKirche einen →
Hochseilgarten. Über das Erlebnis des Kletterns wurde über Themen wie Risiken, Unsicherheiten, Vertrauen gesprochen. Weiter wurden Jugendgottesdienste gefeiert. Und es gab zahlreiche weitere Aktionen. "Mit fast keinen bis über 300 Teilnehmenden", führt Alexander Mediger, Theologe und Mitarbeiter der JuKi Basel, aus.
Erfahrungen in Deutschland zeigten, dass JuKis, die langfristig erfolgreich sind, sich auf eine Zielgruppe spezialisieren. Denn nicht alle JuKis sind überlebensfähig. Die JuKi Basel hatte sich auf die Zielgruppe der interessierten Jugendlichen geeinigt, die ihr Leben aktiv gestalten möchten, wie Mediger erklärte. Mit Kursen in Persönlichkeitsschulung wollte die JuKi die Jugendlichen bei der Bewältigung von Problemen unterstützen.
Für die nächste, dreijährige Projektphase von 2009 bis 2012 hätte es eine finanzielle Beteiligung der reformierten und der katholischen Kirche BaselLand gebraucht. Die reformierte Kirche BaselStadt hatte eine finanzielle Beteiligung von Anfang an abgelehnt. Für die nächsten drei Jahre wurde mit Kosten von 400 000 Franken pro Jahr gerechnet. Nach dieser dreijährigen Projektphase hätten die Beteiligten entschieden, ob sie die JuKi endgültig etablieren.

So weit kam es nicht. Die vorberatenden Institutionen der katholischen und der reformierten Landeskirche Baselland lehnten eine finanzielle Unterstützung der JuKi ab. Einzig die Pastoralkonferenz Baselland, die Seelsorgenden, hiess das Projekt knapp, mit 15 Ja gegen 14 NeinStimmen, gut. Der katholische Landeskirchenrat Baselland trat nicht auf das Projekt ein. Ein klares Nein kam vom Pfarrkonvent der reformierten Kirche Baselland. Sie lehnten das Projekt mit 7 Ja gegen 16 NeinStimmen klar ab.
Als Gründe für das Nein wurden einerseits die Kosten, anderseits der Standort in der DonBoscoKirche am Rand von Basel angeführt. DieBefürchtung wurde laut, dass so hauptsächlich die Jugendlichen aus der Stadt angesprochen würden. Der Landeskirchenrat wollte vor der Aufnahme eines neuen Projektes die Finanz und Pastoralplanung abschliessen.
Nach diesen negativen Signalen beschloss die Dekanatsleitung der katholischen Kirche BaselStadt, das Projekt JuKi im Sommer 2009 zu beenden. "Unter diesen Umständen hätte es wenig Chancen bei den Synoden gehabt", so Moosbrugger. Während des Projekts habe man aber viel gelernt, betont Moosbrugger. Diese Erfahrungen könnten in künftige Jugendprojekte einfliessen.
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Zu wenig Rückhalt für JuKi-Projekt