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Jugendliche und ihre Kirche - Jugendkirche? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pierre roh   
Freitag, 28. August 2009

Am Ende der Sommerwochen lädt das Pastoralamt zum Herbstsymposion 2009 der Katholischen Kirche Vorarlberg. Der gemeinsame Auftakt für das neue Arbeitsjahr ist bestimmt von der Frage nach der Beziehung der Jugendlichen zur Kirche. "Die Beschäftigung mit einem pastoral bedeutsamen theologischen Thema will Inspiration für den Weg sein", sagt der Leiter des einladenden Pastoralamtes, Dr. Walter Schmolly. Zum Herbstsymposion 2009 unter dem Motto "Nun sag, wie haben’s die Jugendlichen mit der Religion?" sind alle Interessierten geladen.

Für die Profis aus den verschiedenen kirchlichen Arbeitsfeldern - eingeladen sind Priester, Diakone, hauptamtliche Mitarbeiter/innen, Religionslehrer/innen, ehrenamtliche Mitarbeiter/innen in der Pastoral - aber auch für alle anderen, die in irgendeiner Weise an der Frage nach den Jugendlichen in der heutigen Kirche Interesse haben, werden die beiden Tage im BH St. Arbogast sicher spannend und mehr noch: reich an Einsicht.

Für einen sehr grossen Teil heutiger Jugendlicher ist die Kirche eine fremde Welt. "Und umgekehrt trifft das wohl auch zu", meint Pastoralamtsleiter Schmolly. Mehr oder weniger sind sich Kirchenleute darüber einig. Die Österreichische Jugendwertestudie bringt Interessantes zu Tage: 34% der Jugendlichen zwischen 14 und 24 Jahren sehen sich als "religiös", also in irgendeiner Weise mit einer religiösen Institution identifiziert. Das sind um 8% weniger als noch im Jahr 2000. Und das, obwohl 2008 62% der Jugendlichen angeben, dass sie an Gott glauben, um 12 % mehr als im Jahr 2000.

Was ist los zwischen der Kirche und den Jugendlichen? Kann es unter heutigen Bedingungen gar nicht anders sein? Sind die Jugendlichen auf Abwegen oder liegt es an der Kirche? Hat es möglicherweise damit zu tun, dass die Kirche das, was die Jugendlichen als ihren "Glauben" erfahren und begreifen, nicht sieht und nicht wertschätzt? Ist die Diskrepanz zwischen der Kirche und den Lebenswelten der Jugendlichen zu gross, sodass diese nicht mehr andocken können? Verfolgen wir in unserer Jugendpastoral die richtigen Ziele? - An gewichtigen Fragen fehlt es nun sicher nicht und namhafte Referenten/innen und Gesprächspartner/innen werden interessante Einblicke eröffnen, sodass es an den beiden Tagen viel an Theorie und Praxis zu entdecken und zu bereden geben wird.

Dominik Toplek, Jugendseelsorger: "Ich erlebe viele Jugendliche, die haben es tatsächlich mit der Religion, freilich nicht so, wie es sich Erwachsene vorstellen. In der Pfarre setzen sie sich für den überkommenen und entdeckten Glauben ein. In der Schule genoss ich ihre Auseinandersetzung mit Glauben und Religion, erlebte, wie sie sich fordern liessen. Und im Nachtleben (Party, Fest, Disco) suchen sie kaum weniger den Gott des Lebens. In allen Bereichen finden wir sie, die mit ihrem Glauben provozieren, inspirieren, beschenken."

Christine Burtscher, Leitung JUNGE KIRCHE: "Ich erlebe viele Jugendliche, die haben es tatsächlich mit der Religion, freilich nicht so, wie es sich Erwachsene vorstellen. In der Pfarre setzen sie sich für den überkommenen und entdeckten Glauben ein. In der Schule genoss ich ihre Auseinandersetzung mit Glauben und Religion, erlebte, wie sie sich fordern liessen. Und im Nachtleben (Party, Fest, Disco) suchen sie kaum weniger den Gott des Lebens. In allen Bereichen finden wir sie, die mit ihrem Glauben provozieren, inspirieren, beschenken."

Die ReferentInnen und GesprächspartnerInnen:

Univ.Prof. Dr. Martin Lechner, Professor für Jugendpastoral, Benediktbeuern

MMag. Dr. Regina Polak MAS, Kath.-theol. Fakultät Wien

Soz.päd. Ulla Birnbaumer, Leiterin einer IfS Jugendwohn-Gemeinschaft

Dipl.theol. Bernd Hillebrand, Jugendpfarrer in Ravensburg

Dipl.theol. Markus Wolf, Pastoralreferent in Augsburg

Dr. Hans Hobelsberger, Arbeitsstelle für Jugendpastoral der dt. Bischofskonferenz

Zum Herbstsymposion 2009 unter dem Motto "Nun sag, wie haben’s die Jugendlichen mit der Religion?" von Montag, 7. (8.30 Uhr) bis Di 8. Sept. (17 Uhr) sind Priester, Diakone, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen in der Pastoral, Religionslehrer/innen und alle am Thema Interessierten eingeladen.

Kursgebühren fallen keine an.
Kosten für Verpflegung/Unterkunft sind direkt zu begleichen.
Kinderbetreuung wird bei Bedarf angeboten.
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