
Mit vielen guten Nachrichten warteten die Mitglieder des Ugandakreises auf. So macht auch das neue Bäckerei-Projekt für die Stadt Gulu gute Fortschritte und für Obi, den Heimatort von Robert Butele, hatte die Jugendkirche in Langenholthausen gesammelt. Ingrid Fischbach, die Beauftragte für Kirchen- und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und ordentliches Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, zeigte sich von derartigen Aktionen, bei denen die Jugendkirche vor Ort immer in vorderster Reihe beteiligt ist, beeindruckt: "So etwas müssen wir in der Familienpolitik auch schaffen: Hilfe zur Selbsthilfe."
Ende des Jahres soll erneut ein Container nach Uganda auf den Weg gebracht werden, berichtete Theo Steffens den Mitgliedern und interessierten Helfern. Unter anderem steht ein Backofen von drei Tonnen Gewicht zur Verfügung. Zwei Knetmaschinen, Kühlschränke, eine Brotschneidemaschine und etliche Kleinteile wie zum Beispiel Kuchenformen sind versandfertig. Mit Hilfe von Charly Grote wird auch eine Brötchenpresse dazukommen.
Aber die Mitglieder des Ugandakreises haben noch eine lange Wunschliste: Neben 2.000 Euro für den Versand des Containers fehlen Waagen, Backformen, Arbeitstische, die zerlegbar sein sollten, und eine Spüle für die neue Bäckerei in Gulu, jenem Ort, in dem Dr. Cosmas Alule das Priesterseminar leitet.
Eine Bandschleifmaschine hat Johannes Wortmann zur Verfügung gestellt, doch weitere Maschinen, die in einer Schreinerwerkstatt gebraucht werden, sind herzlich willkommen. In Uganda mangelt es an Ausbildungsmöglichkeiten für Handwerker. Deshalb bemüht sich die Kirche, Ausbildungsstellen für Maurer, Autoschlosser, Schlosser und Schreiner zu schaffen. Die Absolventen sollen nach der Ausbildung in ihre Dörfer zurückkehren und dort arbeiten.
Auch einige Rasenmäher für das Priesterseminar in Gulu würden noch gut in den Container passen, der auch eine Egge aufnehmen soll, die beim letzten Transport nicht mehr hineinpasste. Im Frühjahr war Jörg Westermann zu Besuch in Uganda. So konnte er aus erster Hand von den Projekten berichten. Die Garbecker unterstützen die Bäckerei in Arua, ermöglichen die Vergabe von Kleinkrediten in der Stadt Vurra und fördern den Wiederaufbau des Priesterseminars in Gulu, wo die neue Bäckerei entstehen soll.
Über den Zustand des Priesterseminars berichtete Dr. Cosmas Alule als Leiter der Einrichtung: Bis zum Jahr 2006 war das Gebiet vom Bürgerkrieg bedroht, Flüchtlinge lebten auf dem Gelände. Als der Wiederaufbau nach

dem Waffenstillstand begann, fanden die Helfer nur Ruinen vor. Nun werden die Gebäude instand gesetzt. Weiter unterstützt der Ugandakreis 35 Schülerinnen und Schüler in Arua und Vurra. Der Kreis will auch deren Ausbildung nach der Schulzeit weiter fördern.
Für Obi, den Heimatort von Robert Butele, hatte die Jugendkirche in Langenholthausen gesammelt. Der Skepsis der Alteingesessenen ist Begeisterung gewichen. Die Jugendkirche in Langenholthausen erwies sich bisher als absoluter Volltreffer und zieht junge Gläubige aus der gesamten Region an. Und nun freuten sich die Mitglieder und Freunde der JuKi und des Ugandakreises gemeinsam über eine gute Nachricht: Robert Butele hat seine Doktorarbeit mit der Note 'Magna cum Laude' abgeschlossen. Thema der Arbeit war: 'Gewalt in und durch Gottes Volk - Die Last der Geschichte und der Wille zur Umkehr'.
Im Oktober wollen Willi Schmoll und seine Frau nach Uganda reisen. Dann werden sie auch die Städte Arua, Vurra, Gulu und Hoima besuchen. In der Stadt Hoima befindet sich die Zentrale des Kolping-Nationalverbandes, der die Arbeit der mehr als 200 Kolpingsfamilien in Uganda koordiniert.