Jeweils in den Ferien - der Startschuss fiel in der Osterzeit - werden die Arbeiten intensiv vorangetrieben. Eine Gruppe von 15 bis 20 Jugendlichen werkelt dann unter der Anleitung von sachkundigen Erwachsenen in der ehemaligen Rumpelkammer unter dem Kirchendach. Etwa ein Dutzend von ihnen hat in dieser, der letzten Ferienwoche, mit Glaswolle das Dach

gedämmt. Dabei war das Tragen von Feinstaubmasken Pflicht.
Ja, das sei schon ein fieses Zeug, räumen sie ein. "Aber man trifft hier Freunde, und es macht ja auch Spass", relativiert die 14-jährige Mandy. Sie kann sich sogar vorstellen, ihr Werk später einmal stolz ihren eigenen Kindern zu präsentieren. Ihre Freundin Celine ergänzt: "Das Ganze ist ja auch für uns!"
Eine Aussage, die Pfarrer Marcus Tyburski gerne hört, denn genau so ist das Konzept des Projekts gedacht: Die jungen Leute sollen sich den Raum selbst erarbeiten. Neben den motivierten jungen Helfern sind auch Profis unentgeltlich am werkeln. Allen voran Dachdeckermeister Gerhard Schenk. "Ohne ihn wären wir jetzt längst nicht so weit gekommen", freut sich Tyburski.
Während der jetzt beginnenden Schulzeit wollen sich die jungen Helfer an Abend- und Samstagsterminen treffen, um die Dachdämmung abzuschliessen und ihrem Traum von ihrem eigenen Kirchenraum in der Kirche einen Schritt näherzukommen.