Die Idee der Jugendkirche

Jugendkirchen sind ein neuer Ansatz in der Jugendpastoral. Sie wollen auf den immer größer werdenden Graben zwischen Kirche und Jugend antworten. Nicht wenige Jugendliche sind in ihren eigenen Gemeinden fremd oder hatten nie die Chance, Glauben und Kirche nach ihrer Taufe näher kennen zu lernen. Sie werden oft als Fernstehende bezeichnet. Mit den Jugendkirchen erkennt die Kirche an, dass nicht nur Jugendliche der Kirche fernstehen, sondern die Kirche oft genug den Jugendlichen und ihren Befürfnissen fernsteht. Jugendkirchen möchten mit ihren Angeboten die Wünsche und Lebenwelten der Jugendlichen aufgreifen. Das Besondere dabei ist: Kirche gibt den Jugendlichen nicht einen verstaubten feuchten Keller in einem Gemeindezentrum, sondern eine Kirche, also das, was ihr sehr wertvoll ist. Damit drückt Kirche eine hohe Wertschätzung für die Jugendlichen aus.
Wer die Lebenswelten der Jugendlichen ernsthaft aufgreifen will, der muss vieles neu kennen lernen und vor allem bereit sein, sich auf Neues einzulassen. Das fällt Kirche und Gemeinden nicht immer so einfach. Jugendkirchen sind hier ein Versuch, für ein bestimmtes Gebiet ein zentrales Angebot zu machen, in dem viel Neues möglich ist und in dem Jugendliche ihre Wünsche und Fähigkeiten mit einbringen können. Jugendkichen verstehen sich nicht als Konkurrenz zu den Ortsgemeinden, sondern als Ergänzung und insbesondere als Anlaufpunkt für diejenigen, denen die Schwelle zu einer Gemeinde zu hoch liegt. Jugendkirchen setzen hier bewusst mit so genannten niederschwelligen Angeboten an.

Dabei haben Jugendkirchen keineswegs den Anspruch, den Weg in der Jugendpastoral von heute gefunden zu haben. Wer aber keinen ersten Schritt wagt, wird auch nicht ans Ziel kommen. Wer nicht experimentiert, wird nicht Neues entdecken.
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Jugendkirchen in der katholischen und evangelischen Kirche. Seit 2006 sind diese Jugendkirchen in einem ökumenischen Netzwerk zusammengeschlossen (siehe Link rechts).

Die Jugendkirche Wiesbaden versteht sich als eine Art Oase, in der man rastet und sich stärken kann. Das betrifft den Lebensweg und den Glaubensweg der Jugendlichen. Eine Oase ist außerdem ein Treffpunkt, an dem man andere kennen lernt und von ihren Lebenswegen hört. Dabei ist es unerheblich, woher und mit welchen Vorerfahrungen man kommt. Die Jugendkirche ist offen für alle Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen Erwartungen und Bedürfnissen. Nicht anders ist Jesus Menschen begegnet.

Die Jugendkirche macht Angebote in folgenden Bereichen:

  • Projekte (z.B. in den Bereichen Musik, Theater, ...)
  • Events (z.B. Band contest)
  • Spirituelle Angebote (Jugendgottesdienste on air, Glaubenskurse)
  • Ausstellungen
  • Beratungsangebote
  • Zielgruppenangebote z.B. Oasentag mit Firmanden oder mit Schulklassen
  • thematische Arbeit mit Schulklassen

und außerdem ... Der Jugendgottesdienst in KANA. Termine siehe Veranstaltungskalender!

Damit Jugendliche ihre Jugendkirche mitplanen und -gestalten, gibt es einen Mitarbeiter/innenkreis, in dem sich Jugendliche bei verschiedenen Aktionen in der Planung und Durchführung von Veranstaltungen engagieren. Mehr dazu auf der Seite des Mitarbeiter/innenkreises.